Zierpflanzen vom Niederrhein im Moerser Gartencenter

Natürlich Niederrhein, das neue Logo zeigt den Kunden, woher die Ware stammt.
Natürlich Niederrhein, das neue Logo zeigt den Kunden, woher die Ware stammt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Jetzt können Kunden Stauden und Blumen mit Herkunftsbezeichnung aus der Region kaufen. Die Uni Venlo befragt die Käufer. Netzwerk setzt auf neues Logo.

Moers/Venlo..  Dass Lebensmittel wie Obst oder Gemüse mit ihrer Herkunft gekennzeichnet sind, ist nicht neu. Jetzt gibt es das auch bei Lavendel, Fuchsien, Löwenmäulchen und Co. Der Erzeuger-Dachverband Agrobusiness Niederrhein hat das Logo „Natürlich Niederrhein, hier wächst was“ auf den Markt gebracht. In der Gärtnerei Schlößer an der Römerstraße können Kunden die so gekennzeichneten Zierpflanzen im Rahmen eines Pilotprojekts kaufen. Sie kaufen damit Qualität vom Niederrhein.

Damit das Ganze auch in der Breite funktioniert, hat man den Großvermarkter Gasa Germany und den regionalen Unternehmerkreis Stauden sowie zur wissenschaftlichen Begleitung die Universität Venlo ins Boot geholt. Seit gestern stehen die ersten Zierpflanzen und -pflänzchen und Stauden auf den Verkaufstischen der Moerser Gärtnerei. Ab morgen, Samstag, befragen Studenten der Venloer Uni am Ausgang des Marktes die Kunden zu ihrer Kaufentscheidung, wofür der Niederrhein steht, und was ihnen beim Kauf wichtig ist. Eine Woche lang läuft die Befragung, dann werden die Daten ausgewertet.

Dass der Verbraucher Sicherheit wünsche und auch an der „Geschichte“ des Produktes interessiert sei, weiß man an der Universität: „Die Kunden sind heute sehr gut informiert. Sie wollen beispielsweise wissen, woher das Wasser stammt, mit dem die Pflanzen gewachsen sind oder wie sie transportiert wurden“, erklärt Dozent Patrick Klein.

So könnte das Logo „Natürlich Niederrhein“ denn auch den Ausschlag bei der Kaufentscheidung geben: „Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Qualität und der Preis mit anderer Ware vergleichbar sind“, räumt Heiner Schlößer ein. „Qualität ist in der regionalen Vermarktung wichtig“, weiß auch Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin bei Agrobusiness.

Im Juli sollen die Ergebnisse der Befragung dem Netzwerk und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.