Zehn Stunden Party im Dorf

Neukirchen-Vluyn..  Konkurrenz gibt es kaum für die vierte Missionshoffete am Samstag, 20. Juni. Gut, Helene Fischer singt in Gelsenkirchen. Geschenkt. Die U21-Fußballer spielen gegen Dänemark. Und der Eurobowl XXIX, das Finale der BIG6 European Football League, steigt in Braunschweig. Aber sonst? Hat Frank Grusen vom Stadtmarketing keine bedeutsame Veranstaltung gefunden, die potenzielle Besucher abhalten könnte, ihren Tag im Dorf Neukirchen zu verbringen.

Die Veranstalter wollen einen Tag für die ganze Familie. Los geht es bereits um 14 Uhr am Nachmittag. „Heißes Pflaster im Dorf Neukirchen“, heißt der diesjährige Aufschlag, der mit toller Akrobatik und Straßentheater beginnt. Den Beginn macht Jens Ohle. Der Hamburger, bekannt als die „größte Klappe nördlich der Elbe“, vollbringt vor, im und mit dem Publikum gekonnte Leiter-Akrobatik, lässige Jonglage und knallharte Stunts. Im Anschluss tritt der Gospelchor Sound&Soul auf. Danach lädt Mauricio Villarroel, alias Mistral, zu seiner neuen Soloshow ein. Der Chilene ist erfahrener Teilnehmer verschiedener Festivals.

Spektakulär

„Sein neues Programm verbindet spektakuläre Akrobatik mit feinem Humor“, wirbt das Stadtmarketing. Man nehme einen fünf Meter hohen Mast, den verrückten Artisten aus Südamerika und schmecke das Ganze mit Charme und Können ab. Den Abschluss macht dann das Duo Diagonal aus Kroatien und Bochum. Hier trifft slawische Seele auf deutschen Humor.

„Liebesgrüße von Branka“, heißt das Programm der beiden. Die Künstler treten jeweils im halbstündigem Wechsel auf. Jeder ist bei zwei Auftritten zu sehen. „Drei völlig unterschiedliche Acts“, freut sich Ulrike Reichelt von der Schulkultur.

Der Plan des Veranstaltungstrios, zu dem auch noch der Kulturbeauftragte der Stadt, Franjo Terhart gehört: von 14 bis 24 Uhr im Dorf zu bleiben. Denn ab 19 Uhr geht es mit Live-Musik im Missionshof weiter. The Left Trace machen den Anfang. Die Rockband, die schon beim Vluyner Mai begeisterte, gibt eigene und gecoverte Songs zum Besten.

Um 20.30 Uhr übernimmt die Band Breakwater Music die Bühne. „Ein Publikumswunsch“, sagt Terhart. Und das richtige zum Abfeiern und Mittanzen. Er habe drei Aufträge mit auf den Weg bekommen. Es muss gute Musik geben, man muss mittanzen können, und das Fest dürfe nicht schon um zehn Uhr abends zu Ende sein. Breakwater Music mit Songs von Elvis, den Beatles, Queen seien dafür ein Garant.

Nun hoffen die Verantwortlichen darauf, dass das Wetter mitspielt. Sonne und Wärme wären super. Reichen würde es aber auch schon, wenn es von oben trocken bliebe.