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X Factor

„X Factor 2012“ - „Mrs. Greenbird“ siegt durch eigenen Folk-Stil

26.11.2012 | 06:28 Uhr
„Mrs. Greenbird“ aus Kamp-Lintfort hat den "X Factor"

Köln.  NRW hat den X-Factor – zum zweiten Mal. Zwei von drei Finalisten der Casting-Show kamen aus der Region. Am Ende setzte sich das Kamp-Lintforter Folk-Pärchen „Mrs. Greenbird“ gegen die Ruhrpott-Rockerin Melissa Heiduk aus Bochum durch. Das "X Factor"-Finale hatte schwache Zuschauer-Quoten.

Eigentlich könnten Castingshows nur aus einem Finale bestehen. Das Entscheidende der Staffel wird ohnehin noch einmal ausgiebig zusammengefasst. Ein Vorteil beim „X Factor“-Finale am Sonntagabend: deutlich weniger Rückblenden als bei anderen Casting-Formaten.

Davon abgesehen war es ein typisches Castingshow-Finale: langatmig, durchsetzt mit künstlich erzeugter Spannung, aber wenigen Überraschungen. Der Zuschauer möchte ja auch nicht immer überrascht werden.

Ruhrpott-Rockerin unterlag dem Duo aus Kamp-Linfort

Und bei so einem Finale muss niemand großartig nachdenken. Jedes Klischee wird mitgenommen. Zum Beispiel: Finalist Björn Paulsen, der als Kandidat von Sarah Connor Erster ausschied, ist Nordfriese. „Natürlich“, so Juror und Scooter-Frontmann H.P. Baxxter, sei er also „stoisch“.

Immerhin: statt Anglizismen mal ein Ausdruck griechischen Ursprungs. Seinen Schützling, die Bochumerin Melissa Heiduk, würdigte der Scooter-Frontmann hingegen mit den Worten, ihr Talent sei „outstanding“, sie selbst aber „down to Earth“.

Die Ruhrpott-Rockerin mit dem Elektro-Touch schlug sich tatsächlich gut, doch die Favoriten setzten sich am Ende durch: Steffen Brücker und Sarah Nücken, besser bekannter als Folk-Duo „Mrs Greenbird“.

Deutsches Finale als Abklatsch von britischen „X Factor“

X-Factor
Melissa Heiduk aus Bochum singt bei X-Factor um den Sieg

Melissa Heiduk steht im Finale der Casting-Show X-Factor. Die Bochumerin hatte sich mehrfach vergeblich bei "Deutschland sucht den Superstar"...

Vor dieser finalen Entscheidung gab es ebenfalls kaum überraschende Szenen im Finale. Die Juroren sagten zu Beginn das, was alle Casting-Juroren beim Finale sagen: Es werde „sehr spannend“, kündigte Guano-Apes-Sängerin Sandra Nasic an. Alle Kandidaten seien „echt gut“, betonte Rapper Moses Pelham, und H.P. Baxxter gab zu Protokoll: „Ich freu mich.“

Danach konnte das Publikum Moderator Jochen Schropp beim „Gangnam Style“ bewundern. Das erfolgreichste Youtube-Video aller Zeiten nachgetanzt – wie zuletzt beim Finale des britischen Pendants zu sehen. Keine eigenen Ideen? Kaum.

Dafür gab es ein Comeback: Zum ersten Mal seit 13 Jahren traten Juror Moses Pelham und Xavier Naidoo gemeinsam auf. Naidoo ist seines Zeichens Coach in der Konkurrenz-Show „The Voice of Germany“. Der gemeinsame Song „Halt aus“ weckte Nostalgie bei Fans des alten deutschen Hip-Hop.

Alanis Morissette sang mit den „X Factor“-Gewinnern

Anders als andere Castingshows ist „X Factor“ zumindest insofern, als die echten Stars nicht nur einmal kurz vorbeischauten. Alanis Morissette, R’n’B-Künstler Ne-Yo und die Elektro-Pop-Band MIA. traten gemeinsam mit den Kandidaten auf.

Gut gemeint ist allerdings nicht immer nicht gut gemacht. Die Nachwuchstalente verblassten neben den internationalen Künstlern zum reinen Background-Accessoire. Nur Alanis Morissette und Mrs Greenbird sangen mit- statt nur nebeneinander.

„Mrs. Greenbird“ überzeugten mit eigenem Stil

TV Show
Folk-Duo

Das Folkmusikerpärchen Steffen Brückner und Sarah Nücken - auch bekannt als "Mrs. Greenbird" - singt sich ins Finale des TV-Talentwettbewerbs "X...

Das trug sicher ebenso zum Sieg bei wie das eigene Lied „Shootingstars and Fairytales“, das die Combo zum Abschluss sang. Dagegen hatte Melissa Heiduk keine Chance – für sie hatte Mentor H.P. Baxxter die Scorpions-Hymne „Send me an Angel“ mit Hyper-Hyper-Beat unterlegt.

„Mrs. Greenbird“-Mentorin Sandra Nasic hingegen gab ihrer Combo die Möglichkeit, ihren sehr eigenen Stil zu entfalten. Wenn es überhaupt eine Chance gibt, als Castingshow-Gewinner mehr als eine Eintagsfliege zu werden, dann wohl diese.

Finale von "X Factor" sehen nur fünf Prozent

Den Sieg des Sängerpaars Mrs. Greenbird aus Köln bei der Vox-Castingshow "X Factor" haben am Sonntagabend im Schnitt 1,66 Millionen Zuschauer verfolgt. Damit erreichte die Sendung einen Marktanteil von fünf Prozent, wie eine Sprecherin mitteilte. Mit dem starken ARD-"Tatort" aus Münster, der mehr als zwölf Millionen Zuschauer lockte, hatte "X Factor" starke Konkurrenz. Das Finale der Castingshow verfolgten weniger Zuschauer als den Auftakt bei RTL im August, den 1,93 Millionen sahen. (mit dapd)

Gecastet - und vergessen?

 

Paula Konersmann

Kommentare
26.11.2012
09:35
„X Factor“ - Sieg für NRW-Folk-Duo „Mrs. Greenbird“
von darkblu2006 | #3

Von den beiden wird man ruckzuck nichts mehr hören und ich bin froh das ich die Einspieler die nächste Zeit nicht mehr ertragen muß .Einfach...
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1 Antwort
„X Factor“ - Sieg für NRW-Folk-Duo „Mrs. Greenbird“
von Pase_Lacki | #3-1

Sie müssen gar keine Einspieler ertragen. Einfach ausschalten oder mal ein anderes Programm einschalten. Aber wer solch einen intellektuellen Sender den ganzen Tag laufen hat, der hat wahrscheinlich gar keine andere Möglichkeit.

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„X Factor 2012“ - „Mrs. Greenbird“ siegt durch eigenen Folk-Stil
„X Factor 2012“ - „Mrs. Greenbird“ siegt durch eigenen Folk-Stil
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2012-11-26 06:28
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