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Wo ist das Eichhörnchennest?

21.09.2011 | 15:32 Uhr
Wo ist das Eichhörnchennest?
Waldjugendspiele im Lauersforter Wald in Moers. Foto: Bernd Lauter/WAZ FotoPool

Moers.Bei den Waldjugendspielen erfahren Grundschüler außerhalb ihrer Klassenräume jede Menge über ihre Heimat .

„Wo? Wo? Wo ist das Eichhörnchennest?“ Mit offenen Mündern schauten die Kinder in die Baumkronen. „Da ist das Eichhörnchen und da muss das Nest sein!“ Die 3 b der Grundschule Van-Gogh-Straße in Rheinberg beobachtete gespannt das kleine Tier.

Seit dem 20. September laufen im Lauersforter Wald in Kapellen die Waldjugendspiele. Grundschulklassen aus Moers und Umgebung erkunden den Lebensraum Wald. Durch spannende Aufgaben, Fragen und Stationen werden ihnen Tiere, Bäume und unter anderem die Arbeiten eines Waldarbeiters erklärt.

„Und, wie war's? Waren die Aufgaben bis jetzt leicht oder eher schwer?“, fragte Forstwirt Eckhard Remter. Wie aus einem Mund antwortete die Klasse: „Gut! Die Aufgaben waren leicht.“ An dieser Station wird den Kindern erklärt, was ein Waldarbeiter alles machen muss. „Wovor muss ich mich bei der Arbeit schützen?“ Eckhard Remter guckte die Schüler fragend an.

Spielerisch den Wald
kennen lernen

„Wenn du einen Baum fällst, dass er dir nicht auf den Kopf fällt“, antwortete der achtjährige Julius. Nachdem der Forstwirt das Einpflanzen junger Bäume und Wegschneiden störender Pflanzen mit einer großen Sense demonstriert hat, erklärt er ihnen die dritte Aufgabe eines Waldarbeiters: das Baumfällen. Als er meinte, er würde jetzt keinen Baum fällen, antworteten die Kinder mit einem „Och, schade!“.

WALDJUGENDSPIELE
750 Kinder machen mit

Waldjugendspiele von Dienstag, 20. September bis Freitag, 23.September von 9 bis 13 Uhr. Start- und Zielpunkt ist der Parkplatz Aubruchsweg im Lauersforter Wald. 33 Grundschulklassen aus Moers und Umgebung nehmen teil. Veranstalter ist der Landesbetrieb Wald und Holz, Försterin Kathi Lohmann.

So traurig die Kinder nach dieser Nachricht waren, desto größer wurden ihre Augen, als der Forstwirt trotzdem die große und laute Kettensäge in die Hand nahm. Wie mit den Kindern besprochen zog er vorher den Schutzhelm, die Ohrenschützer und die Handschuhe wieder an. Einige Minuten zuvor erklärte Onur (8) die spezielle Arbeitshose: „Die Hose ist 10 mal dicker als eine normale Jeans, damit bei einem Kettensägeunfall nichts außer einem klitzekleinen Kratzer passiert.“ Als Eckhard Remter die Kettensäge an die Äste ansetzte, traten die Kinder einige Schritte zurück, da die Sägespäne nur so flogen. Einige Schüler erschraken beim lauten Aufheulen und wieder andere staunten und guckten gespannt.

Die Schüler sammelten fleißig Blätter, Bucheckern und Eicheln. An Infotafeln lernen die Kinder unter anderem Blätter den Bäumen zuzuordnen, dass die Ohren des Hasens „Löffel“ heißen und andere interessante Dinge über Waldtiere und Pflanzen.

Britta Röös

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