„Wir sind alle für den gleichen Frieden”
15.11.2009 | 22:23 Uhr 2009-11-15T22:23:00+0100
Auf der Veranstaltung zum Volkstrauertag im Kulturzentrum Rheinkamp sprachen christliche und muslimische Geistliche
Moers. „Erinnern - Zeichen setzen" - unter diesem Motto fand am Sonntag in Repelen eine Friedensveranstaltung anlässlich des Volkstrauertags statt. Bereits im fünften Jahr kamen im Kulturzentrum Rheinkamp Menschen verschiedener Kulturen zusammen, um einen Beitrag für den Frieden zu leisten.
„Erfreulicherweise sind viele junge Leute hier", freute sich Manfred Grause vom Verein „Repelen Aktiv” in seinen Begrüßungsworten. Die „jungen Leute" waren auch nicht nur im Publikum vertreten, sondern sie gestalteten auch das Programm. So stand plötzlich eine Horde Mädchen des Vfl Repelen auf der Bühne - in kompletter Fußballkleidung. Und nicht nur das, sie begannen sogar ein Spiel. Das wurde aber schnell von den Spielerinnen selber abgebrochen, nachdem zwei Gegnerinnen anfingen gewalttätig gegeneinander zu werden. „Stopp! Mit sowas wollen wir nichts zu tun haben!", brüllten die beiden Mannschaften. Eine gespielte Situation, die durchaus realistisch sein kann und zeigen sollte: „Egal, wie unterschiedlich wir sind, wir sind alle für den gleichen Frieden".
St. Martin ist hochaktuell
Im Anschluss an diese Szene hielt Pfarrer Uwe-Jens Bratkus-Fünderich von der evangelischen Kirche Moers-Repelen eine Andacht über die Aktualität des heiligen Martin und wie jeder Einzelne mit dem Frieden in seiner unmittelbaren Umgebung anfangen könne. Als erwähnenswertes Beispiel nannte Bratkus-Fünderich die Weihnachts-wunschbaum-Aktion des Ver-eins „Klartext für Kinder”, die im letzten Jahr stattfand.
Bei dieser Aktion wurden Weihnachtsgeschenke für in Armut lebende Moerser Kin-der gesammelt. Ebenfalls be-achtlich fand der evangelische Pfarrer die Einladung der islamischen DITIB-Gemeinde Repelen gemeinsam in eine Duisburger Synagoge zu ge-hen. „Das war für uns so wie die Mantelteilung von St. Mar-tin. Ein sehr, sehr gutes Zei-chen für den Frieden", so Bratkus-Fünderich.
Dass Muslime und Christen sogar gemeinsam beten können, bewiesen danach Pfarrer Bösing von der Pfarrgemeinde St. Martinus und Hoca Timiz von der Ditib-Moschee Repelen. Insgesamt eine sehr aktive Veranstaltung zum Volkstrauertag, gestaltet von ganz unterschiedlichen Vereinen und Gemeinden für ein gemeinsames Ziel: Frieden.
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Gruß Heidi