Winterabende können kommen
15.11.2009 | 18:21 Uhr 2009-11-15T18:21:00+0100Neukirchen-Vluyn. Wenn „Larry Lasso” völlig „Mausgeflippt” und „Meschugge” durch „Das magische Labyrinth” irrt, dann ist wieder Zeit für die Spielebörse in der Kulturhalle. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche testeten am Samstag, welche neuen Spiele die langen Winterabende verkürzen.
Außerdem beteiligten sich viele am Museumsquiz der „Spielliese”, dem Maskottchen der Börse. Dabei waren zehn Fragen zu beantworten wie „Aus welchem Material wird ein Klompen gefertigt?„ oder „Womit heizte man dem Teufel ein?” Als Preise waren zahlreiche Spiele für jede Altersklasse ausgesetzt.
Und die konnten natürlich vorher ausgiebig getestet werden. Der 16-jährige Thorben Bonn gehörte zu den Spielliesen, die die Regeln erklärten. Bei ihm war es das „Dominion”, das Spiel des Jahres, bei dem man mit Provinzen, Herzogtümer und Anwesen ein eich aufbauen muss: „Das hier macht einfach Spaß. Ich habe mich gut auf diese Aufgabe vorbereitet. Wir haben das Spiel zu Hause mehrfach gespielt. Außerdem gab es im Internet ein Video, das erklärt, wie Dominion gespielt wird.”
Auch beliebte NRZ-Verlosung naht
Die 29-jährige Annette Handick ist schon seit der 1. Spielebörse dabei: „Spielen ist für die Familienzusammenführung wichtig. Ich erkläre ,Die Goldene Stadt'. Dieses Spiel um die Eroberung von Landschaften und einer Stadt schult Konzentration und strategisches Denken.”
Museumsleiterin Jutta Lubkowski freute sich, dass schon zum Beginn der Spielebörse die ersten Besucher vor der Tür warteten. Die 55-Jährige legt Wert darauf, dass Kinder „nicht nur vor dem Computer hängen”. Wer solche Spiele suchte, wurde in der Kulturhalle deshalb auch nicht fündig. Lubkowski: „Unsere Zielgruppe sind vor allem die Familien und das gemeinsame Spiel. Und wenn ein Spiel gefallen hat und die Eltern kaufen es, dann können alle später auch mit der gleichen Freude daheim weiter spielen.”
Bis zum Nachmittag waren die Tische dicht umlagert – ein wenig Wartezeit auf das eine oder andere Spiel war deshalb manchmal unvermeidlich. Dennoch soll die Veranstaltung im derzeitigen Rahmen bleiben. „Klein, aber fein”, nennt das Jutta Lubkowski.
Fein war das Spielen auch für die sechsjährige Anna aus Rheurdt: „Ich krieg zwei Punkte”, rief sie erfreut, als sie bei „Larry Lasso” einen Bandido gefangen hatte.
In diesem Jahr wird die große Spieleverlosung der NRZ-Redaktion volljährig. Zum 18. Mal werden wir demnächst während der Adventszeit wieder eine große Zahl von Spielen verlosen. Die genauen Daten stehen noch nicht fest. Doch etliche Verlage haben schon zugesagt.
0mitdiskutieren