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Landesgartenschau

Wieder ein wichtiger Schritt für Kamp-Lintfort

03.02.2016 | 09:00 Uhr
Wieder ein wichtiger Schritt für Kamp-Lintfort
Der zentrale Bereich der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort.Foto: Volker Herold

Kamp-Lintfort. Bürgermeister Christoph Landscheidt schwor seine Mannschaft schon mal ein, dass das am Dienstag nicht die letzte Sondersitzung des Rates bis zur Landesgartenschau sein würde: „Gewöhnen sie sich schon mal dran.“ Schließlich gilt es beim Stemmen des Prestige-Projektes keine Zeit zu verlieren. Es gibt viel zu tun. Anlass nun war die Gründung der Gartenschau GmbH, die für die Planung, Durchführung, Abwicklung und den Rückbau der Laga verantwortlich sein wird. Die Gründung einer solchen GmbH ist vom Land verpflichtend vorgeschrieben.

Das war knapp: Erst am Montag meldete die RAG Montan Immobilien (RAG MI) an, dass sie sich – wie schon in der Bewerbungsphase – in die GmbH einbringen will. So gab es in der Ratssitzung noch eine kurzfristig angefertigte Tischvorlage, auf der die nun aktuellen Beteiligungen aufgeführt wurden. Denn neben der Stadt und der RAG MI ist grundsätzlich auch die Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege NRW (LAGL) in die GmbH einzubinden. So hält nun laut gestrigem Ratsbeschluss die Stadt 61 Prozent der Anteile, die LAGL ein Drittel und RAG MI ist mit fünf Prozent dabei.

Rat beauftragt Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Laga GmbH ist entsprechend besetzt. Von den 18 Mitgliedern entsendet die LAGL sechs Mitglieder, RAG MI ein Mitglied und die Stadt 11, wobei die Mehrheitsverhältnisse des Rates abgebildet werden sollen. Denn der Rat ist praktisch der Auftraggeber des Aufsichtsrates, Ratsbeschlüsse muss er umsetzen. Vier Sitze erhält demnach die SPD, zwei gibt es für die CDU, je einen für Grüne, Linke und Freie Wähler/FDP.

Gestern konnten die Parteien auch ihre Vertreter benennen. Lediglich die Grünen beließen es bei einem N.N. (kein Name), denn es war der Verwaltung unklar, ob sachkundige Bürger, wie von den Grünen beabsichtigt, entsendet werden dürfen oder nur Fraktionsmitglieder. Ebenso im Aufsichtsrat vertreten sind Bürgermeister Landscheidt und der Erste Beigeordnete Christoph Müllmann. Die Geschäfte führen Kämmerer Martin Notthoff und Heinrich Sperling als Vertreter der LAGL gemeinsam.

Der noch flott zusammengestellten Tischvorlage stimmte der Rat ohne Ausnahme zu. Schließlich will niemand den Bremser spielen bei dem großen Projekt Laga 2020, das je eher, je besser weiter bearbeitet werden muss. Alle Parteien begrüßten es sehr, dass sich die RAG MI einbringt. „Das kann nur von Vorteil sein“, glaubt Heinz-Günter Schmitz, SPD-Fraktionsvorsitzender.

Derweil leistete sich Heinrich Sperling von der LAGL gleich bei seiner Vorstellung im Rat einen heiteren Lapsus: Wollte er doch die Landesgartenschau Kamp.-Lintfort im „Ruhrgebiet“ verorten, was natürlich prompt lautes Gemurre bei den niederrheinischen Ratsmitgliedern auslöste: „Okay, bin ich sofort durch“, schmunzelte Sperling, der sich trotzdem über die kürzeste Anfahrt zu einer Landesgartenschau freute, die er seit langem hatte. Der Mann wohnt in Essen.

Ruhrgebiet oder Niederrhein?

Er ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Gartenschauen, begleitete schon Bundesgartenschauen und zahlreiche Landesgartenschauen: Jülich, Schloss Dyck, Leverkusen, Rietberg, Bad Essen, Bad Lippspringe, Zülpich, um nur einige zu nennen. Seine Aufgabe beschrieb er dem Rat so: „Bestimmte Arbeiten bei einer Gartenschau kehren immer wieder. Damit kenne ich mich aus. Es kehren aber auch Möglichkeiten wieder, bestimmte Fehler zu machen. Davor möchte ich sie bewahren.“ Und er betonte: „Ich freue mich drauf.“

Nun hofft Bürgermeister Landscheidt auf eine gute Kooperation zwischen Rat, der GmbH und auch dem Förderverein, auf dass doppelte Arbeiten vermieden werden können.

Karen Kliem

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2016-02-03 09:00
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