Wenn Vanessa lacht

Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
16-jährige Behinderte war zur zweiten Delfintherapie in der Türkei. Ihre Mutter bedankt sich bei allen, die mit ihren Aktionen zu Spenden beigetragen haben

Moers..  Es hatten sich viele Menschen dafür eingesetzt, dass die 16-jährige behinderte Vanessa Peschke zu ihrer zweiten Delfintherapie in die Türkei fahren konnte. Wenn es am Ende auch nicht ganz reichte und die Familie ihren Bausparvertrag auflösen muste, so kamen doch unterm Strich bei allem Aktionen 1500 Euro zusammen. Für Monika Peschke Grund genug, sich bei allen Spendern und Akteuren zu bedanken.

Da waren beispielsweise die Nachbarn in Meerbeck, die sich für ein Straßen-Sommerfest stark gemacht hatten. „Meine Arbeitskollegin veranstaltet mit Freunden Ritterspiele, die kamen auch kostenlos zu unserem Sommerfest“, schildert die Mutter. Eine Freundin sei mit ihrem Zumba-Kurs erschienen, nach der Vorstellung wurde gesammelt. Kuchenspenden kamen zahlreich.

Spendendosen im Supermarkt

„Das Fitness-Studio in Homberg hat die Flyer fürs Straßenfest finanziert. Damit bin ich von Tür zu Tür und habe sie verteilt.“ Zwei Spardosen standen beim Rewe-Markt an der Uerdinger Straße an den Kassen, 150 Euro kamen dort zusammen. Und der Kindergarten der kleinen Schwester Laura in Meerbeck hatte ebenfalls eine Aktion mit Grillfest und Trödel gestartet.

„Das war schon viel Arbeit“, berichtet die Mutter. Zumal sie mit 30 Stunden in einem pharmazeutischen Labor beschäftigt ist und sich auch noch um Mann und jüngste Tochter kümmern muss.

Und dann war da noch die ältere Dame, die nicht genannt werden will. Sie spendete nach dem Aufruf in der NRZ den stolzen Betrag von 1000 Euro.

Mit Splash und Daisy ins Wasser

„Sie hatte selbst ein behindertes Kind, und als sie hörte, dass wir die Reise von unseren Ersparnissen machten, wendete sie sich an uns.“

Zwar hatte der Verein Aktion Delfin e.V. die reinen Therapiekosten für Vanessa bezahlt. Aber die Familie selbst musste für ihre Flüge und die 14-tägige Unterkunft selbst aufkommen. Da war das Geld der alten Dame sehr willkommen, auch wenn es im Nachhinein in Meerbeck ankam.

Täglich ging es mit den Delfinen Splash und Daisy ins Wasser. Streicheln, sich ziehen lassen, Küsschengeben... Schön auch, wenn die Tiere Vanessas Handzeichen und Übungen nachahmten. „Es war für uns alle eine wichtige und schöne Erfahrung“, erklärt die Mutter. Und wichtig sei ihr auch gewesen, dass die jüngste Tochter in die Arbeit mit einbezogen worden sei.

Dass sich die weite Reise gelohnt hat, davon ist Monika Peschke überzeugt: „Noch heute lacht Vanessa fröhlich, wenn mit ihr von den Delfinen rede. Sie, die sonst ein sehr ernstes Kind ist, hatte so viel Freude bei der Therapie.“