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Wann geht es endlich los?

19.10.2007 | 18:51 Uhr

STADTENTWICKLUNG. Die Bürger äußerten ihre Meinung zu Niederberg-Plänen. Am Einzelhandel zeigte sich die Zerrissenheit der Stadtverwaltung.

NEUKIRCHEN-VLUYN. Erstmals konnten die Bürger ihre Bedenken und Anregungen im Verfahren Niederberg offiziell äußern. Bei der Bürgeranhörung in der Kulturhalle erschienen 80 Interessierte. Sie erwiesen sich als sachkundig.

Beigeordneter Ralf Eccarius beantwortete die Fragen. Mehrfach ging es um den neuen Einzelhandel und die Gefahr für die alten Ortszentren. Auf einer Sonderfläche von 16 000 Quadratmetern waren von der Eigentümerin MGG ursprünglich 4500 Quadratmeter Supermarkt-Verkaufsfläche geplant, was Anlass zu Protesten gegeben hatte. In einem Workshop Ende Januar konnte die MGG in Verhandlungen auf einen Vollsortimenter mit 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche herunter gehandelt werden (wir berichteten). Friedhelm Veldhoen, Ex-Kämmereileiter, fragte gezielt nach der Verkaufsfläche des Ladens und verwies auf den Artikel, der am gleichen Tag in dieser Zeitung erschienen war. Eccarius zierte sich, die genannte, längst bekannte Zahl von 1500 Quadratmetern zu bestätigen. Und er versuchte den Eindruck zu erwecken, diese Zeitung und auch die fachkundige Projektleiterin Heike Schönfelder hätten unsachgemäß berichtet. Nicht zuletzt dies zeugt von der Uneinigkeit und dem verdorbenen Klima in der Rathausspitze. Die MGG wird's bei Niederberg-Verhandlungen wohl zu nutzen wissen.

Baubeginn beschäftigt die Bürger auch

Wann es denn endlich los gehe auf der Fläche, die Frage beschäftigte die Bürger. "Die Eigentümerin MGG macht womöglich einen Zaun drum", fürchtete ein Redner. Von voller Abhägigkeit wollte Eccarius nicht reden. Die Stadt habe das Planungsrecht. Alles ruhe derzeit, weil die MGG immer noch keinen Platz in dem umstrukturierten Konzern gefunden habe. Große Investitionen für die Erschließung Niederbergs fänden so lange nicht statt.

Ein Einwohner war es leid, stets nach Moers zu "Real" zu fahren. Auch fehlten Autohäuser. - Im Bereich Fritz-Baum-Allee wird Gewerbe angesiedelt. Doch große Geschäfte kommen erfahrungsgemäß nur in größere Orte, nicht nach Neukirchen-Vluyn.

Die Löschzüge Neukirchen und Vluyn auf Niederberg unterzubringen sei eine gute Idee, fand ein Bürger. Dies ist wegen der vorgeschriebenen Fahrzeiten zum Einsatzort nicht möglich. Aber die Vluyner Wehr braucht ein größeres Gebäude.

Die Straßenführung interessiert ebenfalls: Im Norden der Fläche soll ein Stich von der Niederrheinallee zur Tersteegenstraße erfolgen. Ein zusätzlicher Radweg führt vom Schulzentrum zur Niederrheinallee. Zusätzliche Kreisverkehre wurden angeregt.

KLARA HELMES

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