Vorwürfe gegen Meylahn
13.01.2010 | 07:00 Uhr 2010-01-13T07:00:00+0100Moers. Der Austritt Herbert Meylahns aus der Partei „Wir Rentner machen mobil” (WRmm) schlug hohe Wellen (wir berichteten). Meylahn nahm das Ratsmandat mit. Wie die Redaktion jetzt erfuhr, kam der Politiker mit seinem Austritt lediglich einem Rauswurf aus der Partei zuvor.
„Der Landesvorstand von NRW hatte bereits unter Einbeziehung des Bundesvorstandes beschlossen, gegen Herbert Meylahn ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten”, so der WRmm-Landesvorsitzende Wolf-Rüdiger Kahlund. Meylahn habe nicht im Sinne der Partei gearbeitet und „was gemacht, was nicht koscher war”. Bereits am 24. Juli letzten Jahres habe es eine erfolglose Aussprache mit Meylahn gegeben. Weiter will sich Kahlund nicht zu den Vorwürfen äußern; sie seien jedoch alle schriftlich belegbar, versichert er. So auch der Vorwurf, Meylahn habe den Bundesvorstand der WRmm aushorchen lassen wollen.
Wolf-Rüdiger Kahlung hat in der nächsten Woche ein Gespräch mit Bürgermeister Norbert Ballhaus, im Anschluss wird er an der Mitgliederversammlung des WRmm-Ortsverbandes Moers teilnehmen. Interessant ist der dritte Punkt der Tagesordnung: „Wahl eines WRmm-Kandidaten für das neu zu besetzende Mandat im Rat der Stadt Moers”.
Egon Boh vom Moerser Ortsverband: „Für mich ist das Thema Meylahn erledigt.” Es sei interessant, wie viele politisch Interessierte sich nach und möglicherweise gerade wegen des Weggangs von Herbert Meylahn bei ihm gemeldet hätten, so Egon Boh weiter. Die Moerser WRmm werde sich bemühen, von der Stadt mit den Unterlagen für die Ratsarbeit versorgt zu werden, denn schließlich habe die Partei das Mandat errungen und nicht Meylahn.
Dieser ist übrigens – auch als ehemaliger Vorsitzender – noch nicht von seinem Amt entlastet. hr
WRmm-Mitgliederversammlung: 21. Januar, 16 Uhr in der Gaststätte „Zur Platane”, Otto-Ottsen-Straße 8.
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