Von der Straße weg

Nina Buil (M.), neue Leiterin des AWO-Bahnhofs in Rheurdt, mit Praktikantin Andrea Pieler und Krischan Angenvoort, Mitarbeiter Fun-House Schaephuysen. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Nina Buil (M.), neue Leiterin des AWO-Bahnhofs in Rheurdt, mit Praktikantin Andrea Pieler und Krischan Angenvoort, Mitarbeiter Fun-House Schaephuysen. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
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Rheurdt.. Mit Elan geht die neue Leiterin des Jugendzentrums Awo-Bahnhof Rheurdt jetzt an die Arbeit. Nina Buil ist seit dem 1. Oktober im Amt. Zehn Bewerber gab es für ihre Aufgabe.

„Schon nach 14 Tagen war klar, dass Frau Buil die Geeignete ist“, schildert Viktor Kämmerer, Geschäftsführer der Awo im Kreis Kleve. Nina Buil ist gelernte Erzieherin und studierte Sozialpädagogin. Sie und ihre Team werden sich nicht nur um die Kids im Bahnhof, sondern auch um die sich draußen im Dorf treffenden Jugendlichen kümmern.

Gleich zu Beginn ihrer „Amtszeit“ lädt die Fachfrau zusammen mit ihrem Team am 22. Oktober zur Fahrt in den Movie-Park nach Bottrop. Und am 5. November steigt die Fortsetzung der großen Musikveranstaltung „Rockt den Bahnhof“, die schon beim ersten Mal außergewöhnlich viele junge Besucher angelockte hatte.

Darüber hinaus soll im Winter die Turnhalle verstärkt als Veranstaltungsort dienen. „Wir wollen unter anderem Spiele, Erlebnispädagogik, Teambildung und anderes dort anbieten“, so die Leiterin. Daneben ist eine Wochenendfahrt in die Eifel oder ins Sauerland angedacht. Auch die Wünsche der Jugendlichen sollen künftig Berücksichtigung finden.

Vor allem soll wieder mehr Publikum in den Bahnhof geholt werden. „Die Mädchen wollen wir mit einem Girls-Day ansprechen, uns verstärkt zu besuchen. Sie haben oft Hemmungen hierher zu kommen.“ Durch das neue Konzept verzeichne man derzeit ohnehin wieder steigende Besucherzahlen, so Viktor Kämmerer. Bis zu 30 Kinder besuchen mittwochs den Bahnhof, vor allem sind es Grundschüler in der offenen Ganztagsbetreuung.

Ein Thema in Rheurdt sind nach wie vor die Jugendgruppen, die sich abends beispielsweise an der Hauptschule treffen – vor allem, um reichlich Alkohol zu konsumieren. „Man konnte dies auch beim Justus-Frantz-Konzert merken“, berichtet Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen.

Schulhof nahe
der Kirche

Der Schulhof liege nicht weit von der Kirche. „Es gab Probleme mit Nachbarn, auch Flaschen sind schon geflogen.“ Und: „Die Probleme in den Städten kommen mit Verzögerung auch zu uns.“ So will das Awo-Team denn auch versuchen, diese Jugendlichen vor allem während des kalten Winters aufzufangen.

Was das Kochen im Bahnhof angeht: Probleme mit schlecht genährten Kindern gebe es nicht, so Nina Buil. „Die Kinder sehen alle gut aus. Aber sie langen ordentlich zu. Selbst gemachte Pizza schmeckt ja immer.“