Vom Schloss ins Diesterwegforum

Neue Leiterin VHS Kamp-Lintfort: Theresa Frank
Neue Leiterin VHS Kamp-Lintfort: Theresa Frank
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Theresa Frank tritt am 1. März ihre neue Stelle in Kamp-Lintfort an. Zuvor war sie fast sechs Jahre Museumspädagogin und Sammlungsbetreuerin.

Kamp-Lintfort..  Theresa Frank räumt gerade ihren Schreibtisch im Moerser Schloss auf. Schließlich will sie ihrem Nachfolger alles übersichtlich überlassen. „Ich hatte sehr schöne fast sechs Jahre als Museumspädagogin und Sammlungsbetreuerin, aber jetzt war es Zeit für etwas Neues“, sagt die 32-Jährige. Und da ist sie nicht bange vor einem ziemlich krassen Wechsel: Am 1. März tritt sie ihren Dienst als Leiterin der VHS-Zweigstelle Kamp-Lintfort an.

Lernen kann so viel Spaß machen

Das geht, weil sie sich mit ihrer Ausbildung breit aufgestellt hat. Und weil sie durchaus Parallelen erkennen kann: „Ich dachte immer, dass Museen langweilig sind, aber Lernen kann soviel Spaß machen, wenn man es nur spannend gestaltet und es für sich macht.“ Das könnte ja auch für die Volkshochschule gelten. Studiert hat die gebürtige Hessin zunächst in Düsseldorf Medien- und Kulturwissenschaften und hat dann – nach ersten Erfahrungen beim Organisieren und Akquirieren eines Kurzfilmfestivals – internationales Kulturmanagement draufgesattelt. Damit hatte sie zwei Standbeine: kulturelle Bildungsarbeit und Veranstaltungsarbeit.

Sie hat für ihren neuen Job schon zwei Ziele fest im Blick: „Ich möchte den Kamp-Lintfortern ein Angebot machen, mit dem sie die VHS besser wahrnehmen, und ich möchte herausfinden, was sich die Kamp-Lintforter wünschen und brauchen.“ Dazu möchte sie mit vielen möglichen Kooperationspartnern Kontakt aufnehmen.

Der neue Standort der VHS im Diesterwegforum, in das die Zweigstelle im September umgezogen ist, biete viele Möglichkeiten: „Das ist zum Beispiel für Lesungen ein toller Ort.“ Theresa Frank hat zudem vor, dem Wunsch vieler Jugendlicher nach einem Angebot im Sommer nachzukommen: „Da wird uns schon was einfallen.“

Etwas wird sich noch ändern im Leben von Theresa Frank: Sie wird wieder Auto fahren. Denn der Weg von Düsseldorf, ihrem Wohnort, an dem sie nach dem Studium hängen geblieben ist, nach Moers hat sie immer mit Bus und Bahn zurücklegen können. „Aber Kamp-Lintfort – das ist einfach einmal umsteigen zuviel. Da ist die Schallgrenze von eineinhalb Stunden erreicht.“

In ihrer Freizeit geht die junge Frau gerne ins Kino, liest gerne – „querbeet, besonders gerne Krimis“ – oder bringt gerade Bücher in den öffentlichen Bücherschrank. Denn im Hause Frank gilt die eiserne Regel: Ist das Bücherregal voll, wird ausgemistet.

Auch wenn die Hessin jetzt schon lange am Niederrhein wohnt – Heimweh nach der alten Heimat nahe Wiesbaden hat sie doch immer wieder: „Mir fehlen der Wald und Hügel.“