Viel Applaus für tollen Theaterabend

Foto: Christoph Karl Banski

Kamp-Lintfort..  Monatelanges Proben, zeitintensives Auswendiglernen und Bühnenbilder aufbauen haben sich gelohnt. Die Premiere des neuesten Stückes des Theaterkreises am Georg-Forster-Gymnasium war am Freitagabend ein voller Erfolg. Vor rund 500 Zuschauern in der Stadthalle brachten 26 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 William Shakespeares „Was ihr wollt“ auf die Bühne.

Die Handlung dreht sich um Viola, die vor der Küste Illyriens ein Schiffsunglück erlebt und sich fortan als Knabe ausgibt und in die Dienste eines Herzogs tritt. Wolfgang Grobenstieg, der bereits zum elften Mal eine solche Aufführung inszenierte, zeigte sich sehr zufrieden mit seinen Schützlingen. „Wir haben größtenteils den Originaltext der Komödie übernommen“, erzählte er. „Die Schwierigkeit bestand darin, den Text so zu kürzen, dass der Handlungsstrang trotzdem noch verständlich ist.“ Mehr als zweieinhalb Stunden spielten und sangen die Schüler und zeigten dabei kaum Spuren von Aufregung. „Alle waren sehr intensiv dabei und sind im Vergleich zu den Proben richtig aus sich herausgegangen“, so Grobenstieg, der zugab, vor jeder Premiere sehr angespannt zu sein. Bereits nach den Sommerferien fand sich der Theaterkreis zusammen, in den letzten Wochen probten sie auch am Wochenende und in den Ferien. „Der Bühnenbau war sehr zeitintensiv, in den letzten Tagen haben wir praktisch in der Stadthalle gewohnt“, berichtete der Regisseur.

Vor allem die musikalische Begleitung erntete während der Aufführung großen Applaus. Sheryl Becker, Maren Vogel und Michelle Boß überzeugten mal im Trio, mal im Duett mit ihren tollen Stimmen. Ob Bryan Adams‘ „Everything I Do“ oder Celine Dions „My Heart Will Go On“, bei den drei Mädchen saß jeder Ton. „Die können einfach super singen. Ich glaube, da war gar nicht so viel Übung notwendig“, meinte Grobenstieg schmunzelnd. Der instrumental-vokalpraktische Kurs hatte ebenso wie der Literaturkreis seit Beginn des Schuljahres geprobt, um das Stück musikalisch begleiten zu können. „Der Kurs gibt sich viel Mühe, die passenden Lieder zu finden“, so Grobenstieg. „Die Melodien aus dem Film ‚Fluch der Karibik‘ passten beispielsweise gut zu dem im Stück thematisierten Schiffsbruch.“

Den Zuschauern gefiel’s. Nach der letzten Szene gab es stehende Ovationen. „Wahnsinn“, fand eine Mutter. „Es ist ja nicht selbstverständlich zweieinhalb Stunden Theater so reibungslos über die Bühne zu bringen.“

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