Verwaltung stellt sich auf mehr Flüchtlinge ein

Kamp-Lintfort..  Die Verwaltung Kamp-Lintfort richtet sich wie viele andere Städte auf einen weiter steigenden Flüchtlingsstrom ein. Derzeit sind 200 Flüchtlinge und Asylbewerber in Kamp-Lintfort untergebracht, die meisten vom Balkan, aus Syrien und Nordafrika. Das berichtet der Beigeordnete Dr. Christoph Müllmann auf Anfrage. Vor wenigen Monaten seien es noch 170 Personen gewesen, die ein Dach über dem Kopf brauchten. Viele wohnen in der Sammelunterkunft an der Friedrichstraße, wo sich jeweils sechs Personen eine Dreizimmerwohnung teilen. Das sei durchaus in Ordnung, solange man bei der Belegung Fingerspitzengefühl an den Tag lege, sagt Müllmann.

Parallel habe die Stadt 15 Wohnungen über das Stadtgebiet verteilt angemietet, in denen bevorzugt Familien untergebracht würden. „Luft haben wir nicht mehr“, sagt der Beigeordnete. Aber bisher habe man immer eine schnelle Lösung finden können. Und auch müssen: „Es kann vorkommen, dass wir erst einen Tag vorher erfahren, dass Flüchtlinge von der zentralen Aufnahmestelle zugewiesen werden.“ Es gebe derzeit Überlegungen, die Sammelunterkunft mit Mobilbauten zu erweitern, „die durchaus auch Qualität haben können“. Wohnungen auf dem freien Markt seien begrenzt verfügbar, denn der Vermieter müsse bereit sein, diese Menschen aufzunehmen.