Unterschriften für Nodari
10.03.2009 | 18:28 Uhr 2009-03-10T18:28:00+0100Nach dem vorläufigen Stopp der Abschiebung durch Ballhaus, soll nun der Peptionsausschuss überzeugt werden. CDU unterstützt Entscheidung des Bürgermeisters.
Moers. Die SPD sammelt Unterschriften für Elena und Nodari Patova. Mutter und Sohn sollten, wie berichtet, in ihre Heimat Kabardino-Balkarien abgeschoben werden. Bürgermeister Norbert Ballhaus hatte den Flug storniert und die Abschiebung damit vorerst gestoppt. Nun sollen die Unterschriften der Härtefallkommission und dem Petitionsausschuss des Landtages vorgelegt werden, um zu zeigen, dass die Moerser Bevölkerung Nodari und Elena als Moerser betrachtet. Die Listen können an den SPD-Infoständen am Freitag auf dem Repelener und am Samstag am Meerbecker Markt (jeweils 9 bis 12 Uhr) sowie ebenfalls am Samstag, 10 bis 14 Uhr, auf dem Altmarkt unterzeichnet werden.
Die CDU unterstützt Ballhaus' Entscheidung. „Grundsätzlich halte ich die Duldungspraxis besonders bei Kindern für tragisch”, erklärte Bürgermeisterkandidat Cay-Jürgen Schröder. „Diese Kinder sind zumeist integriert, schlagen hier Wurzeln, haben hier ihre Freunde, sprechen oft nicht die Sprache ihres Herkunftsland, sondern Deutsch als Muttersprache. Die vielen jungen Menschen, die in den 90er Jahren als Flüchtlingskinder aus dem ehemaligen Jugoslawien zu uns gekommen sind und heute Teil unserer Gesellschaft sind, zeigen, wie Kinder Deutschland als Heimat annehmen.“
08:42
Wer eine Unterschriftenliste haben möchte , soll sich bei mir melden:
Gruß
atilla.cikoglu@gmx.de
13:03
Dieser Fall unterscheidet wohl kaum mit anderen.
Was ist also anders? Die mögliche Abschiebung dieser Familie ist öffentlich geworden und sie trifft eine Moerser Familie.
Aus meiner Sicht, ist ein Fehler im System! Kindern, die hier aufgewachsen sind und die Deutschland als ihre Heimat ansehen, kann man nicht einfach sagen Dich wollen wir nicht mehr. Du musst Deutschland verlassen
So was ist wie gesagt, aus meiner Sicht unmenschlich.
Ob man ihnen gesagt hat, Sie dürfen bleiben oder nicht!
Und wenn Sie selber sagen es ist tragisch, sollte man doch dagegen etwas unternehmen und es nicht einfach so hinnehmen. Aus meiner Sicht wäre dies sinnvoller.
Wenn ich könnte würde ich auch in anderen Fällen zur bürgerlichen Solidarität aufrufen, leider kann es das nicht. Aber überall gibt es Menschen, Organisationen die sich für solche Familien einsetzen. Und das ist auch gut so!
Wenn die Familien hier bleiben darf und der bürgerliche Protest deutlich bei den Gesetzgebern ankommt, dann bin ich gerne unprofessionell.
Gruß
Atilla Cikoglu
12:43
Ist es nicht egal was es ist? Wahlkampf oder auch nicht! Die Tatsache, dass einige Menschen sich eingestzt haben für einen anderen ist doch per se als positiven Akt der Nächstenliebe zu verstehen. Die Bewegründe dafür sind doch erst einmal zweitrangig. Die Aussichten bei einer Rückkehr sind doch für beide nicht vertretbar.
Und wenn sich jemand für diese Menschen interessiert, um so besser. Leid tun mit nur all die, die keine Feunde oder Bekannten haben - mit Herz und Mut. Nicht war Tika!
Man sollte sich freuen für die beiden, nicht einem vollkommen offenen Schicksal ausgeliefert zu sein. Auch wenn die Entscheidung noch keinedn Anspruch auf Verbleib ist.
Dennoch: Viel Glück Euch beiden!!!
12:00
Und was unterscheidet diesen Fall von den zigtausend anderen???
Wie bereits gesagt, es ist sicher tragisch. Aber soweit ich informiert sind, wird den Flüchtlingen nicht in Aussicht gestellt, dass sie ewiges Bleiberecht haben, oder?
Und Kommentare als sinnlos zu bezeichnen, nur weil sie nicht der eigenen entsprechen empfinde ich als sehr unprofessionell.
11:19
Da das mit dem Unterschriften zu sammeln meine Idee war, möchte ich dazu was sagen.
Also mit Wahlkampf hat es wenig zu tun, es geht um die bürgerliche Solidarität aller Moerser mit einer Moesewr Familie. Wenn Kinder und Familien in Deutschland ihre Heimat gefunden haben und Moers ihr zu Hause ist, dann ist es unmenschlich sie abzuschieben. Und wenn man gegen die Ungerechtigkeit protestieren kann, sollte man das tun.
Übrigens habe ich einem anderen Kommentar alle aufgerufen sich aktiv an einem bürgerlichen Protest anzuschließen.
Da kam kam keine Rückmeldung!!
Aber blind und sinnlose Kommentare zu schreiben ist einfacher, als sich aktiv einzusetzten.
In diesem Sinne
GlückAuf
Atilla Cikoglu
(diesmal überparteilich als Bürger dieser Stadt)
08:59
Sicher ist das ganz tragisch für die Menschen, wenn sie wieder zurück müssen. Aber ich weiß nicht, was diesen Fall von anderen unterscheidet. Auch hier kommt mir der Begriff Wahlkampf wieder in den Sinn. Denn bei wievielen Abschiebefällen der letzten Jahre wurden Unterschriften gesammelt???