Unmut über wilden Müll in Neukirchen-Vluyn

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Was wir bereits wissen
Eine Bürgerin ärgert sich darüber, dass immer wieder Abfall an den Standorten abgeladen wird. Die Stadt appeliert, die anderen Angebote der Müllentsorgung zu nutzen.

Neukirchen-Vluyn..  Sabine Kloß war kürzlich mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei ging es ihr eigentlich nicht darum, explizit Müllecken in der Stadt zu suchen. Ungewollt fündig wurde die Neukirchen-Vluynerin dann doch, auf dem Parkplatz am Klingerhuf an den Glascontainern. „Total verwahrlost“, sagt Sabine Kloß. Eine alte Matratze war da zwischen den Containern abgelegt. Flaschen. Diverser Plastikmüll. Kein Einzelfall, wie sie sagt.

Zwar sei es bei den Glascontainern bei ihr in der Gegend rund um die Schillerstraße in letzter Zeit besser geworden. Aber sie erinnert sich noch gut an „eine riesige Keule vergammeltes Fleisch“, die jemand dort entsorgt hatte. Mit der Stadt habe sie bereits mehrfach Kontakt aufgenommen, erzählt die Bürgerin – auch mit Blick auf nächtliches Glas- und Müllentsorgen.

Dass die Verwaltung nicht 24 Stunden rund um die Uhr Wache schieben kann, ist klar. Aber warum nicht das Rheurdter Modell umsetzen, fragt sie? Dort würden Flaschen doch auch gesammelt und einmal wöchentlich bei den einzelnen Haushalten abgeholt.

„Geht nicht“, erklärt Hans-Willi Pergens von der Stadtverwaltung. „Das ist Teil des dualen Systems.“ Wer noch das besagte Korbsystem pflegen kann, genieße schlicht Bestandsschutz.

Und wie gestaltet sich die Zuständigkeit bei zugemüllten Containerstandorten? „Zuständig für den Müll, der der Sammlung zuzuordnen ist, ist der Entsorger“, erklärt Pergens. Heißt: Flaschen und zerbrochenes Glas müssen vom Entsorgungsbetrieb mitgenommen werden. Wilden Rest- oder Sperrmüll sammeln die Mitarbeiter vom Baubetriebshof ein. „Die machen mindestens einmal wöchentlich die Runde“, sagt Pergens. Manchmal zweimal. Für ihn wie für die meisten Bürger gibt es „keinen nachvollziehbaren Grund“, warum Menschen ihren Müll illegal an Containerstandorten ablegten. Fakt ist aber: Die Entsorgung wirkt sich auf die Kosten für alle aus.

In jüngster Vergangenheit sind offenkundig Mitarbeiter vom Bauhof am Klingerhuf gewesen. Als Pergens sich gestern Mittag ein Bild vom Müll machen wollte, war der allerdings abgeräumt.