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Unikate auf zwei schnellen Rädern

22.04.2007 | 13:54 Uhr

MOTOR. 600 Motorradfahrer kamen zum ersten Kamp-Lintforter Bikertreffen. Bei manchen Maschinen ist fast nichts original.

KAMP-LINTFORT. Am Wochenende wurde die Kamp-Lintforter Fußgängerzone zur Motorradmeile. Knapp 600 Biker aus dem ganzen Land waren eigens für das erste Kamp-Lintforter Bikertreffen angereist. Entstanden ist die Idee bei den Geschäftsleuten der Stadt, um die die Einkaufsstraße zu beleben. Dazu haben sie die Interessengemeinschaft der Kamp-Lintforter Altstadt gebildet und beschlossen etwas zu tun.

Angefangen hatte das Ganze mit dem "Bösesten Motorrad der Welt". Das stand eine Weile im Schaufenster von Photo Porst und gehört Dino Hoffmann, dem Präsidenten der "Lunatic Streetfighters". An der Suzuki GSXR/W ist außer dem Motor so gut wie gar nichts mehr original. Ganz im Skelett-Look, prangt vorne ein großer Totenschädel, dessen Augen nachts die Straße erleuchten. Der gemütliche Sitz hat einer stylischen Glasplatte Platz gemacht und auch die Hinterfelge ist ursprünglich mal für ein Auto konzipiert worden. "Jedes einzelne Teil habe ich extra anfertigen lassen", erzählt Dino Hoffmann stolz. "Das macht mein Motorrad zum echten Einzelstück."

Gewöhnliche Motorräder waren bei dem Bikertreffen eher selten zu finden. Mit viel Liebe zum Detail haben die Besitzer ihre Maschinen ganz individuell gestaltet und jedes Bike zu einem kleinen Kunstwerk gemacht. Das konnten sie dann beim verückten Shooting ablichten lassen und sich als Poster mit nach Hause nehmen.

Neben den ausgefallenen Maschinen gab es aber noch mehr zu entdecken. Die Coverband "Wild" rockte in der Kamp-Lintforter Fußgängerzone mit Songs von AC/DC, Deep Purple und vielen anderen.

Ein Höhepunkt war neben dem "Burn Out", den die Streetfighters mit ihren Motorrädern hinlegten, der Motorradgottesdienst unter freiem Himmel. Pastor Kleinewiese und Pastorin Langer wurden dabei in einem Seitenwagen vorgefahren. Die "Lunatic Streetfighters" sind vor fünf Jahren in Kamp-Lintfort gegründet worden. Inzwischen zählen die Motorradfreunde schon 65 Mitglieder in ganz Deutschland. Ursprünglich kommt der Umbau von Motorrädern zu Streetfightern aus England. Dabei kommen alle schweren Teile weg. Dadurch sollen die Maschinen mehr Kraft bekommen.

JOHANNA MUSCHALIK

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