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Kriminalität

Überraschungs-Ei sorgt für Heiligabend hinter Gittern

03.01.2015 | 09:00 Uhr
Überraschungs-Ei sorgt für Heiligabend hinter Gittern
Weil er seine Drogen in einem Ü-Ei im Eisfach seiner gerade verkauften Küche vergessen hat und bei der Flucht vor der Polizei mitten in einen Tatort rannte, verbrachte ein 21-jähriger Moerser Weihnachten im Gefängnis.Foto: Gerd Lorenzen

Moers.   Moerser flüchtet wegen Drogenbesitzes vor der Polizei und rennt geradewegs einem Großaufgebot der Polizei nach einem Juwelierüberfall in die Arme.

Augen auf beim Küchenkauf – zumindest, wenn es sich um eine gebrauchte Küche handelt. Eine solche veräußerte ein 21-jähriger Moerser am Wochenende vor Heiligabend mit dem Erfolg, dass er Weihnachten hinter Gittern verbringen musste. Schuld daran waren seine Schusseligkeit und ein Osterei.

Was war geschehen? Kaum dass der Käufer der Küche diese bei sich stehen hatte, rief der 21-jährige Verkäufer an und teilte mit, dass er ein Überraschungsei im Gefrierfach vergessen habe, welches ihm sehr am Herzen läge. Der Käufer schaute, darob neugierig geworden, im Gefrierfach nach und entdeckte ein großes Osterei, in sich zwar keine Pralinen mehr befanden, dafür aber ein Gummihandschuh, gefüllt mit weißem Pulver.

Dieses Überraschungsei interessierte naturgemäß auch die Polizei, die dem Küchenverkäufer unverzüglich einen Überraschungsbesuch abstattete, woraufhin dieser aus dem Fester im zweiten Stock sprang und entwich. Die Beamten machten sich in der Wohnung auf vorweihnachtliche Ostereiersuche und fanden ein zweites Ü-Ei, gefüllt mit Marihuana, sowie ein wenig Amphetamin.

Schießerei in Repelen wurde dem schusseligen Dealer zum Verhängnis

Nun trachtete die Polizei danach, des Ü-Ei-Besitzers habhaft zu werden. Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigte, wurde der 21-jährige am 22. Dezember in Repelen festgenommen, als es dort nach der Schießerei im Juweliergeschäft vor Polizei nur so wimmelte . Ein Mann auf der Flucht war den Beamten gemeldet worden – sofort dachte man an der zweiten flüchtigen Täter des Raubüberfalls.

Raubüberfall
Juwelier erschießt Räuber in Moers, zweiter Täter flüchtig

Bei einem Raubüberfall in Moers-Repelen hat ein Juwelier einen der beiden mutmaßlichen Täter erschossen. Ein zweiter Verdächtiger ist auf der Flucht.

Doch in einem kalten Feld kauernd wurde nur der Ü-Ei-Besitzer gefunden und umgehend in die warme Zelle gesteckt. Dort wartet der 21-Jährige, der kürzlich zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde, nun auf seinen nächsten Prozess.

Harry Seelhoff

Kommentare
03.01.2015
05:49
03.01.2015 | 09:00 Uhr
von zool | #1

Ich bin Zeitreisender. Achtet mal darauf, wann der Bericht eingestellt wurde und wann ich ihn kommentiert hab.

1 Antwort
Überraschungs-Ei sorgt für Heiligabend hinter Gittern
von Kjin_Name | #1-1

Hehe, geht das auch beim Lottospiel?

Aber hier steht doch eh nur Mist drin...

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Überraschungs-Ei sorgt für Heiligabend hinter Gittern
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2015-01-03 09:00
Moers, Polizei, Drogen, Kriminalität
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