Treff 55 soll mehr Personal bekommen

Foto: Bettina Engel-Albustin / Fotoagentur-Ruhr moers

Neukirchen-Vluyn..  Die Befragungen der Mieter in den Nau-Immobilien am Vluyner Nordring haben am Montag dieser Woche begonnen. Und offenbar verlaufen die Gespräche durchaus positiv. Wie Dirk Biallas, einer der Sprecher der Mietergemeinschaft, den Mitgliedern des Sozialausschusses am Mittwoch in einer Sitzungsunterbrechung mitteilte, ist „im Moment eine vertrauensvolle Stimmung“ vorhanden. Biallas begleitet die Gespräche.

„Wir bleiben positiv gestimmt“, sagte er mit Blick auf die Ankündigungen des Eigentümers zur geplanten Sanierung der Gebäude. Es werde jetzt rücksichtsvoll mit den Mietern umgegangen. Selbst jene Menschen, bei denen es Mietrückstände von ein bis zwei Monaten gebe, werden demnach mitgenommen. Mit dem Eigentümer sei er im Gespräch, erklärte Biallas.

Zur Diskussion standen am Mittwoch der Beschluss zur Verabschiedung des Beratungskonzeptes zur Unterstützung der Mieter der Vluyn Immobilien UG, wie die neue Firma der Olbrichs heißt, sowie eine ergänzende vertragliche Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Treff 55.

Für sechs Monate soll es dort eine personelle Ausweitung um eine halbe Stelle geben. Die Kosten liegen bei 23 000 Euro. Der Ausschuss beschloss einstimmig, dieses Geld in den Haushalt einzustellen, damit der Treff 55 loslegen und die zusätzliche Arbeit stemmen kann. Allerdings sind dieser Entscheidung ausgiebige Diskussionen vorangegangen. Jochen Gottke (SPD) äußerte in Teilen deutliche Kritik an dem vorliegenden Beratungskonzept. Auf den ersten drei Seiten des Konzeptes stehe nichts rechtlich Haltbares, sagte Gottke. Zudem verwies er auf die städtebaulichen Aspekte, über die in der kommenden Woche im Ausschuss für Stadtentwicklung zu sprechen sei. Er betonte: „Wir müssen die Vluyn Immobilien UG an den Verhandlungstisch bekommen.“

Der Beigeordnete Jörg Geulmann wertete die Kritik als falsches Signal gegenüber dem Eigentümer und warb erneut darum, dem Eigentümer eine Chance zu geben: „Er ist langsam dabei zu starten.“ Offenbar soll jetzt tatsächlich sukzessive saniert werden.

Letztlich vermochte das Konzept aber nicht die Mehrheit des Ausschusses zu überzeugen. Es wurde abgelehnt.