Tolles Konzert im Henri in Moers-Kapellen

The Great Crusades.
The Great Crusades.
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Was wir bereits wissen
Im Jugendzentrum traten am Freitagabend The Great Crusades sowie der Solokünstlers The Boy who cried Wolf auf.

Moers..  Richtig zur Sache ging es am Freitagabend im Jugendzentrum Henri in Kapellen. Die Einrichtung hatte zum Konzert der Chicagoer Band The Great Crusades sowie des Solokünstlers The Boy who cried Wolf eingeladen und lockte damit ein breit gefächertes Publikum.

Los ging es um 20 Uhr mit dem Solokünstler, der allein mit seiner Gitarre auf der Bühne stand und das Publikum mit seinen Liedern begeisterte. Seine klare, deutliche Stimme in Kombination mit seiner Akustik- Gitarre füllte die kleine Konzerthalle. The Boy who cried Wolf erzählte zwischen den Liedern, wie er auf die selbstgeschriebenen Hits kam: „Ich erzähl immer gern von meinen Songs.“ Der 28-jährige Patrick Huven, der hinter dem Künstlernamen steckt, tritt häufig auch mit seiner Liveband auf. „Konzerte in der Nähe spiele ich aber meist unplugged und alleine“, erklärte der Kamp-Lintforter. Seit drei Jahren macht er Musik und brachte am Freitag sein erstes Album raus. Der Musiker ist außerdem Musiklehrer für geistig Behinderte, konzentriert sich in nächster Zeit jedoch mehr auf seine Musik, mit der er im Herbst auf kleine Deutschlandtour gehen möchte.

Auch über die Einladung, im Henri zu spielen, hat sich der Künstler gefreut. „Simon ist einer der wenigen, der versucht, in der Moerser Musikszene noch was zu erreichen“, erzählte er über den Einrichtungsleiter Simon Bleckmann. Der freute sich besonders über die zweite Band des Abends, The Great Crusades. „Ich kenne die Bandmitglieder schon seit vielen Jahren, aber es ist schön, dass jetzt endlich die Gelegenheit da war, sie hierher zu bringen“, sagte der Sozialpädagoge. Am selben Tag waren die Bandmitglieder aus Chicago angekommen und abends standen sie gestriegelt im Anzug auf der Bühne des Jugendzentrums.

„Das sind halt Profis“, weiß Bleckmann. Nach einer dreiviertel Stunde beendete The Boy who cried Wolf seinen Auftritt und kurz danach standen schon die nächsten auf der Bühne. Der Konzertsaal hatte sich inzwischen gefüllt und die Chicagoer konnten mit ihrer Rockmusik und der verrauchten Stimme des Leadsängers das Publikum schnell in den Bann ziehen. Bereits seit 15 Jahren machen die Bandmitglieder gemeinsam Musik, brachten acht Alben raus und waren mehrfach auf Europatournee. Gitarrist Brian Leach gewann mit seiner Musik sogar einen Grammy. „Ich möchte der Moerser Kultur was bieten“, erklärte Bleckmann, der im Henri normalerweise Konzerte für Nachwuchskünstler aus der Region veranstaltet.