Theater für junge Leute in der Stadthalle Kamp-Lintfort

Die Aufführung des Landestheaters Burghofbühne kam beim jungen Publikum gut an.
Die Aufführung des Landestheaters Burghofbühne kam beim jungen Publikum gut an.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei dem Bildungsprojekt „Jedem Kind ein Theaterbesuch“ besuchen Schüler eine Aufführung kostenlos. Dies gelingt auch dank großzügiger Sponsoren.

Kamp-Lintfort..  Für die Kleinen in Kamp-Lintfort ist es bereits zur festen Einrichtung geworden: „Jedem Kind ein Theaterbesuch“ heißt das Projekt, das in diesem Jahr bereits in die vierte Runde gehen wird.

Jetzt hat die Stadt das kostenlose Theaterangebot auf Jugendliche ausgeweitet: Über 700 Schüler aller weiterführenden Kamp-Lintforter Schulen ließen sich am gestrigen Mittwoch von der Inszenierung des Stückes „Warten, dass das Leben beginnt“ des Landestheaters Bürghofbühne mit auf eine Reise in die Welt türkischer Einwanderer in den 1950er Jahren der Bundesrepublik nehmen.

Tolle Erfahrung

„Das spricht für die Arbeit vor Ort, diesen nicht ganz so kleinen Saal voll zu bekommen“, freute sich Burghofbühnen-Intendant Mirko Schombert. Gerade Jugendliche dieser Altersgruppe gälten in der Regel für Kulturangebote als besonders schwer erreichbar. „Ein Theaterbesuch ist eine tolle Erfahrung, die unabhängig sein sollte vom Bildungshintergrund oder Geldbeutel der Eltern. Deshalb wollen wir möglichst vielen jungen Menschen zu einer solchen Erfahrung verhelfen“, so Kulturdezernent Christoph Müllmann. Und weil die Stadt das kostenlose Theaterprojekt finanziell nicht alleine stemmen kann, hat sie sich in diesem Fall die Stadtwerke an die Seite geholt, das Projekt für die Vorschulkinder wird von der Volksbank Niederrhein gesponsert.

Ein tolles Zeichen für eine Intitialveranstaltung, bedankten sich gestern im Vorfeld der Aufführung in der Stadthalle auch die Vertreter der Schulen für die Unterstützung der Stadtwerke. Jürgen Rasfeld, Leiter der Unesco-Schule, hakte trotzdem ein: „Der kostenlose Ansatz ist natürlich besonders prickelig, ein kleiner Obolus täte aber sicher auch gut, das Ganze besser wertzuschätzen.“

Eine Ansage, die Müllmann sicher gerne hörte und mit zurück ins Rathaus nahm – denn trotz des offensichtlich großen Interesses seitens der Schulen steht eine Fortführung des Angebots aus Finanzierungsgründen noch nicht mit Sicherheit fest.

Angetan waren die Pädagogen übrigens auch vom Thema des preisgekrönten Stückes, in dem es um die Anfänge türkischer Migranten in Deutschland geht. Ein gerade dieser Tage wieder aktuelles Thema, so Rasfeld, für das es die Schüler immer wieder zu sensibilisieren gelte. Intendant Schombert bat spontan Klassenbesuche der Burghofbühne an, um das Stück auf Wunsch nachzubereiten.