Das aktuelle Wetter Moers 22°C
Freizeit

Tattoo-Fans trafen sich in Moers

07.03.2016 | 10:00 Uhr
Tattoo-Fans trafen sich in Moers
Michel Scharley (li) lässt sich von Michael Koschel ein Tattoo Stechen.Foto: Christoph Karl Banski

Moers.   Im Enni Sportpark in Moers ging es manchem unter die Haut: Einige Besucher ließen sich gleich ein neues Bild stechen

Das Surren der Tattoo-Nadel und viele verschiedene Körperbilder: Im Moerser Enni Sportpark trafen sich am Wochenende zahlreiche Fans und 35 Tattoo-Künstler bei der zweiten Moerser Tattoo Convention. Nach dem Erfolg im letzten Jahr hatten die Tätowierer auch dieses Mal viel zu tun: Einige Besucher waren aus reinem Interesse gekommen, viele aber auch, um sich ein Tattoo stechen lassen.

Kleine Tattoos sind in

Veranstalter Willi Gössele freute sich neben Moerser Künstlern wie Stefan Fleischmann vom Studio Schmerzfrequenz auch über renommierte Tätowierer aus Ungarn, Polen und Neuseeland. „Generell ist das Publikum eher jünger“, weiß der 55-Jährige. „Der Trend geht zu kleineren Tattoos.“ Als Königskategorie bezeichnet er das Tätowieren von Porträts. Gösseles eigene Haut ist mit bunten Tätowierungen übersät. Sein erstes Tattoo stach er sich im Alter von zwölf Jahren mit einer Nähnadel und Zeichentusche selbst. „Das ist natürlich nicht nachahmenswert, aber ich wollte schon mit fünf Jahren eins haben.“ In letzter Zeit reiste Gössele mit seinem mobilen Studio durch Europa, um Inspirationen zu sammeln. „Ein Tätowierer lernt sein Leben lang“, ist er überzeugt.

Auf der Convention ließen sich einige Besucher ganz spontan etwas stechen. „Das ist mein erstes Tattoo“, erzählte Annike Schröder. „Ich hatte schon länger darüber nachgedacht und habe es heute einfach gemacht, bevor ich es mir wieder anders überlegen konnte“, berichtete die Duisburgerin, die schon im letzten Jahr die Convention besucht hatte. Als erste Tätowierung wählte sie eine kleine Schwalbe am rechten Fußknöchel. „Ich hatte mir die Schmerzen schlimmer vorgestellt, deswegen kommt sicher bald noch ein zweites dazu.“ Ihre beste Freundin kam zum Hand halten mit: „Für mich ist es schon spannend, den Künstlern über die Schulter zu schauen“, meinte Anne König.

Ganz anders Janina Niederkamp: Die Kamp-Lintforterin hat schon zahlreiche Motive auf ihrer Haut. „Ich sehe meinen Körper als Kunstwerk, das immer noch erweitert werden kann“, so Niederkamp. Wie viele Tattoos ihren Körper zieren, weiß die 33-Jährige nicht genau. „Das erste habe ich mir mit 18 stechen lassen, seitdem sind ständig neue dazu gekommen.“ Am liebsten mag sie das Porträt ihrer Mutter auf dem linken Oberarm.

Sieht echt aus, ist aber abwaschbar

Eine Preisverleihung für die besten Verzierungen gab es auch: „Best of Black-and-Grey“, „Best Color“ oder „Best of the Day” hießen die Kategorien. Als zusätzliche Kategorie gab es „Best of Trash Polka“, wobei es um schwarz-graue Tattoos mit leichten farbigen Akzenten ging. Auch Airbrush-Tattoos und Piercings standen auf der zweiten Moerser Tattoo Convention hoch im Kurs. „Viele probieren es erst einmal mit den Airbrush-Tattoos“, erzählte ein Tätowierer. „Das sieht aus wie ein echtes Tattoo, ist aber abwaschbar.“ .

Anika Hegmans

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Korallenzucht in Moers
Bildgalerie
Austsellung
16. Moerser Rocknacht
Bildgalerie
Open Air
Dong Open Air 2016
Bildgalerie
Festival
article
11626613
Tattoo-Fans trafen sich in Moers
Tattoo-Fans trafen sich in Moers
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/tattoo-fans-trafen-sich-in-moers-id11626613.html
2016-03-07 10:00
Nachrichten aus Moers Kamp-Lintfort Neukirchen-Vluyn Rheurdt und Issum