Stockbrot und Geselligkeit beim Osterfeuer in Asberg

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Moers..  Letztes Jahr Sommergefühle, dieses Jahr eher Eiszeit: Beim Osterfeuer des Asberger Löschzugs mussten sich die Besucher am Samstagabend warm einpacken. Immerhin blieb es trocken. Auf dem Festplatz an der Asberger Straße gingen die meisten trotzdem einen Schritt näher ans Feuer. Das brannte auch zur späten Stunde noch munter, die Feuerwehr konnte wegen Sturmtief „Niklas“ auf genügend Baum- und Strauchschnitt zurückgreifen. Die Stimmung war gemütlich und gesellig. Etwa 450 Besucher hatten sich rund ums Feuer versammelt. Die Mitglieder des Löschzuges hatten für reichlich Speis und Trank gesorgt. „Für die Kinder gab es Stockbrot, das kam natürlich super an“, erzählte Löschzugführer Jörg Schmiegelt. Um 23 Uhr verabschiedeten sich die letzten Gäste. „Um Mitternacht ist offiziell Schluss, dann lassen wir das Feuer nur noch kontrolliert herunterbrennen“, erklärte er.

Dass das Osterfeuer wie geplant stattfinden konnte, ist in diesem Jahr in Moers nicht selbstverständlich. 48 Feuer wurden nicht genehmigt. „Bei uns war die Anmeldung aber auch in diesem Jahr kein Problem“, berichtete Schmiegelt. „Da es sich um ein öffentliches, und kein privates Osterfeuer handelt, hatten wir noch nie Schwierigkeiten.“ Die Besucher hoffen, dass das noch lange so bleibt.

„Es wäre wirklich sehr schade, wenn diese Tradition nicht mehr fortgeführt werden könnte. Solch ein Brauch sollte doch gefördert und nicht verboten werden“, meinte eine Asbergerin. Karin Nagel dagegen ist froh. „Ich finde, Osterfeuer sind ein überflüssiges Ritual“, sagte die Meerbeckerin der Redaktion. Ein Spaß für relativ wenige verpeste allen Moersern die Luft, deshalb sei es gut, die Feuer wenigstens zu begrenzen.