Startschuss für die neue Wache in Neukirchen-Vluyn

Thorsten Sassenscheid, Harald Lenßen, Ansgar Müller.
Thorsten Sassenscheid, Harald Lenßen, Ansgar Müller.
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Am Donnerstag überbrachten Landrat Ansgar Müller und Projektentwickler Thorsten Sassenscheid mit dem Bürgermeister die frohe Kunde: Es wird tatsächlich eine neue Wache geben. Bezugsfertig zum März 2017.

Neukirchen-Vluyn..  Frohe Kunde für Wachleiter Reinhold Henning und seine Kollegen. Mit der Ausschreibung im Vergabeportal des Landes fällt heute der offizielle Startschuss für den Bau der neuen Polizeiwache. Mit der Abwicklung ist der Kölner Projektentwickler Thorsten Sassenscheid befasst, der gestern Mittag zusammen mit einem enthusiastischen Landrat Ansgar Müller und einem hoffnungsvollen Bürgermeister Harald Lenßen die erfreuliche Botschaft überbrachte.

Gesucht wird nun ein Investor, der entweder ein neues Gebäude erstellt oder eine vorhandene Immobilie umbaut, wie Sassenscheid erklärte. Das können Privatleute sein, das können aber auch Kommunen sein, vorausgesetzt, sie haben die Möglichkeiten, das Projekt umzusetzen. Im Vorfeld sind von einer Projektgruppe Standards erarbeitet worden. Somit liegt der Ausschreibung eine klare Bewertungsmatrix zugrunde. „Es müssen natürlich bestimmte Anforderungen erfüllt werden“, betont Sassenscheid. Durchschusshemmung, Raumprogramm, sicherheitstechnische Standards, Barrierefreiheit, Einsatzreaktionszeiten. Die liegen bei der Kreispolizei im Schnitt bei 12 Minuten und 9 Sekunden vom Notruf in der Leitstelle bis zum Eintreffen am Ort.

In der Ausschreibung sind zudem die Zielgebiete für die neue Wache aufgezeigt. Es kann, es muss nicht auf Niederberg sein. Der neue Stadtteil war zuletzt oft ins Gespräch gebracht worden. Festgelegt ist zudem eine 15-jährige Mietzeit mit einer Verlängerungsoption für fünf Jahre. „15 Jahre sind interessant“, weiß der Projektentwickler. Über diese lange Zeit refinanziert der Vermieter seine Investition.

Geplant ist, im dritten Quartal dieses Jahres den Auftrag zu vergeben, bis Jahresende den Mietvertrag zu unterschreiben und das neue Gebäude im März 2017 zu beziehen. „Mit der Auslobung geht man auch rechtliche Verpflichtungen ein“, betont Müller. Soll heißen: Das Verfahren ist nun amtlich. Wie der Landrat zudem durchaus unterhaltsam ausführte, hatte er schon vor 18 Jahren dringenden Handlungsbedarf gesehen. Seine Freude hat bereits Jochen Gottkes (SPD) kundgetan, der von einem Ergebnis gelungener Gemeinschaftsarbeit sprach. Zur Ausschreibung: www.evergabe.nrw.de.