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Koalitionsverhandlungen

Stadtentwicklung 0.0

10.10.2009 | 08:11 Uhr

Moers. Der Kooperationsvertrag von FDP, Grünen und SPD liegt vor und wird an der Basis diskutiert, erst nächsten Mittwoch will die Ampel die Ergebnisse ihrer langen und zähen Verhandlungen der Öffentlichkeit vorstellen. Die Redaktion tut es bereits heute.

Nach Information unserer Zeitung gibt es dicke Überraschungen: Die Prestige-Projekte Solimare 2.0 und die Umgestaltung Kö sind Geschichte.

Beispiel Solimare: Klar ist, dass die Eishalle nicht mehr hält, ein Betrieb über diese Saison hinaus wohl utopisch ist. Das muss die FDP gewusst haben, die ja ebenfalls im Aufsichtsrat der Städtischen Betriebe sitzt. Aber die Liberalen haben ihre Minimalforderung dem Vernehmen nach durchgesetzt. Die Eishalle soll einer Mehrzweckhalle weichen. Motto: Im Winter Eissport, im Sommer multifunktional, angedachte Trägerschaft: GSC Moers.

Mehrzweckhalle für Ganzjahresbetrieb

Und das Schwimmen? Solimare 2.0 ist vom Tisch, die Option Wellness soll aber geprüft werden. Die Traglufthalle wird abgerissen, sobald das Schwimmbad in Rheinkamp fertig ist. Das darf dann auch die Öffentlichkeit nutzen. Möglichst zügig soll dann am Solimare ein Allwetterbad errichtet werden. Auf Betreiben der Grünen wird geprüft, ob das Außenbecken als Naturfreibad angelegt werden kann. Dasselbe gilt für die Wirtschaftlichkeit einer Wellness-Oase. Zur Verfügung stehen 4,7 Millionen Euro. Auf den ersten Blick erstaunlich viel Gelb und Grün im Vertrag.

Das geht so weiter: Die Umgestaltung Kö wird keine Bäume kosten. Neben dem umstrittenen Parkhaus soll auch der mittlere von drei Bauten zwischen dem neuen Busbahnhof am Wall und dem Kö weichen. Dafür schlägt die FDP-Forderung nach einer Tiefgarage durch. Die soll einem privaten Investor angedient werden, der daran verdienen könnte. Damit muss der Kö neu gezeichnet werden. Nebenbei beinhaltet dieser Plan eine Hiobsbotschaft für den Einzelhandel: Der Mühlenstraßenparkplatz müsste dann auch bewirtschaftet werden, um eine teure Tiefgarage attraktiv zu machen.

Laakmann stellvertretender Bürgermeister

Natürlich geht's auch ums Personal. Um Otto Laakmann auf den Stuhl des stellvertretenden Bürgermeisters zu hieven, haben die Liberalen das Gezerre um die Dezernenten aufgegeben. Allerdings: FDP und Grüne haben das erste Vorschlagsrecht, wenn es 2011 um die Nachbesetzung im Wusthoff-Dezernat geht. Die soll entgegen ersten Gerüchten, Ingenieur und Bürgermeister Norbert Ballhaus werde den technischen Bereich mit übernehmen, ausgeschrieben werden.

Die SPD tritt einen Ausschussvorsitz an die Grünen ab, behält die wichtigsten und prestigeträchtigsten Ausschüsse: Jugendhilfe, Stadtentwicklung und nicht zuletzt Sport. Hier macht eine interessante Personalie die Runde: Auf Claus Hagemann könnte hier Ibrahim Yetim folgen.

Und dann verbleibt natürlich die Position des Ersten Beigeordneten weiterhin bei der SPD. Das ist der Genosse Hans-Gerd Rötters und der hatte entscheidenden Anteil am Verhandlungstisch.

Michael Passon

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11.10.2009
22:35
Stadtentwicklung 0.0
von essenberger | #4

Eine Tiefgarage mag die FDP zwar (politisch) stur weiter fordern, ist aber doch gar nicht machbar soweit ich das in Erinnerung habe. 2. Parkebene an der Mühlenlstraße (baulich ansprechend ähnlich wie am P+R Platz in Oberhausen an der Hansastraße), dann sollte die Tiefgarage entbehrlich sein. Kunden sind sicher eher bereit kostenlos zu parken und dafür was zu laufen, als weniger zu laufen und dafür dann zu bezahlen.
Wenn der ÖPNV (Bus/Schiene) verbessert würde, (dezeit magere 5% Anteil an der Verkehrsmittelwahl!) wären sicher nicht unbedingt sooo viele Parkplätze notwendig.
Sich so an ein paar Bäume zu klammern zeugt nicht von langfristigem Denken. Sich jetzt schon so festlegen halte ich für falsch. Am Kö wurde schon genug rumgewurschtelt. Mal sehen, was in den nächsten Jahren von den Wunschzetteln tatsächlich übrig bleibt.

11.10.2009
15:57
Stadtentwicklung 0.0
von udo-erich | #3

Wieso geht mir das Lied von Nicol bei Otto Laakman nicht aus dem Kopf?
“Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund”

11.10.2009
15:44
Stadtentwicklung 0.0
von udo-erich | #2

Als es um die Hallenbäder in Moers ging, kostete ein Schulschwimmbad wie das der Justus - van - Liebig Schule die Stadt im Jahr 1 Million.
Reinkamp sollte für 3 Millionen saniert werden, was zu teuer war. Also wurde die Sportstätte Reinkamp ganz schnell abgerissen.
1,3 Millionen reichen nicht aus, um die Eishalle zu sanieren.

Nun hat man, wenn ich das richtig verstanden habe, 4,7 Millionen zur Verfügung..
Davon will man eine Mehrzweckhalle, 2 Hallenbäder, ein Naturfreibad und eventuell noch eine Wellnessoase errichten.

Ich weis nicht, wer oder was da gerechnet wurde, doch bei 4,7 Millionen ist nur eins der Projekte möglich, wenn überhaupt.

Doch da stand was von Gelb / Grünen.

Bei den Grünen gibt es einen Versicherungsfachmann, der müsste wissen, dass das nicht klappen kann.
Dann gibt es noch Otto Laakmann, soweit ich weis ist er Mathematiklehrer und der sollte 1 und 1 zusammen rechnen können.

Oder kann es sein, dass das Wahlergebnis alle so verwirrt hat.

10.10.2009
20:11
Stadtentwicklung 0.0
von HorstGehnen | #1

Kann mal jemand den benebelten Grünen erklären, dass wir schon ein Naturfreibad haben, das wir auch nicht dichtgemacht sehen wollen?

Man muß bestehendes ja nicht noch auf Steuerkosten vervielfältigen.

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