Stadt und Politik müssen aufpassen

Am Vluyner Nordring passiert endlich was, aus städtebaulicher Sicht. Das ist sicherlich erfreulich und war von vielen gewünscht. Wie nun allerdings mit den Mietern umgegangen wird, ist befremdlich. Deutlicher kann man ihnen nicht zeigen, dass sie dort nicht mehr erwünscht sind. Der angebotene Ersatzwohnraum ist für viele keine Option, in diesem Zustand ist er teilweise wohl eher eine Zumutung. Stadt und Politik haben nun eine wichtige Aufgabe. Sie müssen sich als Vertreter dieser Mieter einsetzen. Anders als so manches Ratsmitglied haben viele dieser Menschen weder das Geld noch die Kraft und das Wissen, um sich im juristischen Dickicht zurecht zu finden. Es ist gut, dass sich die Leute zusammenschließen wollen, um für ihre Rechte zu kämpfen. Hoffentlich bleiben sie zusammen. Und hoffentlich tun städtische und politische Vertreter alles in ihrer Macht Stehende, um zu verhindern, dass hier Mieter weiter wie ausrangiertes Spielzeug behandelt werden.