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Stadtentwicklung

Stadt Neukirchen-Vluyn hofft auf Fördermittel für das Dorf

21.01.2015 | 10:00 Uhr
Stadt Neukirchen-Vluyn hofft auf Fördermittel für das Dorf
Jörg Geulmann, Margit Ciesielski und Bürgermeister Harald Lenßen hatten einen umfassenden Vortrag über aktuelle Entwicklungen vorbereitet - positiv wie negativ.Foto: Erwin Pottgiessser

Neukirchen-Vluyn.   Bei der ersten Bürgerversammlung des Jahres berichteten Bürgermeister Harald Lenßen und der Beigeordnete Jörg Geulmann über aktuelle Entwicklungen.

Der große Aufschrei blieb aus bei der ersten von zwei Bürgerversammlungen. Die Stadt hatte wie gewohnt zum Anfang des Jahres geladen und rund 250 Menschen waren am Montagabend in den Klingerhuf gekommen. Sie hörten zunächst zu, was die Stadtspitze über aktuelle Projekte und den Zustand der Kommune zu berichten hatte. Dass Bürgermeister Harald Lenßen anfangs über positive Aspekte der Stadtentwicklung referierte, verwunderte nicht, damit setzte er fort, was er bei seinem Nominierungsgespräch für die Bürgermeisterwahl angefangen hatte.

„Neukirchen-Vluyn lebt“, sagte Lenßen mit Blick auf die Entwicklungen auf Niederberg. In der Tat ist dem wenig entgegenzusetzen. Beim Thema Einzelhandel mochte sich Lenßen allerdings nicht auf die Größe eines Lebensmittelmarktes auf der Südfläche festlegen. So groß, dass die Nahversorgung gewährleistet sei, aber nicht so groß, dass es eine Gefährdung für die Zentren darstelle – diese butterweiche Formulierung blieb erst einmal im Raum stehen.

Die Nahversorgung im Neubaugebiet, im Dorf und an der Ernst-Moritz-Arndt (EMA-Straße) /Max-von-Schenkendorf-Straße sollte später ein Thema werden, als sich eine Bürgerin sorgenvoll über die Zukunft des Edeka-Marktes an der „EMA-Straße“ äußerte. Lenßen konnte ihr keine große Hoffnung machen. Nach seiner Kenntnis solle der Laden 2016 geschlossen werden, das sei eine Entscheidung von Edeka. Lenßen: „Ich gehe davon aus, dass der Netto auch weiterhin die Einkaufsmöglichkeiten bietet.“

Höchste Priorität der Stadt liege auf dem Dorf Neukirchen. Mit Blick auf die dortige Entwicklung hob der Bürgermeister das Integrierte Handlungskonzept hervor, das verschiedene Maßnahmen vorsieht. Er sprach einen Sanierungsbedarf in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro an und blickte hoffnungsvoll auf eine Entscheidung über den Förderantrag, den die Stadt gestellt hat. Lenßen: „Wenn der Förderantrag greift, werden wir einen Förderanteil von 70 Prozent bekommen.“

Eben das würde sich auch darauf auswirken, wie hoch die Kosten sind, die im Zuge der Kanalsanierung auf die Anlieger zukommen. Diese Frage wurde im weiteren Verlauf gestellt. 2016 ist es so weit. „Das wird eine Herkulesaufgabe“, betonte Lenßen. Wie die Kanalsanierungen überhaupt. Überrascht worden sei die Stadt vom Zustand der Kanäle an der Max-von-Schenkendorf-Straße. Hier habe die Politik die Prioritäten im Abwasserbeseitigungskonzept ändern müssen.

Nach einem Ritt über den Vluyner Platz, vorbei an verschiedenen städtischen Immobilien bis hin zur Frage, ob das Feuerwehrgerätehaus Neukirchen saniert oder neu gebaut werden sollte, war der Bürgermeister mit seinem Vortrag fertig und überließ seinem Kämmerer Jörg Geulmann zuständigkeitshalber die unangenehme Aufgabe, der Versammlung mitzuteilen, dass es um die kommunalen Finanzen noch schlechter bestellt ist als angenommen. Die Situation der Flüchtlinge wird Neukirchen-Vluyn weiter intensiv beschäftigen. Die Dörpfeldschule werde als weitere Unterkunft nicht ausreichen – das wurde deutlich.

Immerhin konnte Geulmann Positives über die Schullandschaft sagen. Die Gesamtschule steht zur Gründung an, das JSG wird saniert. Fragen gab es am Ende unter anderem noch zu Gebäudeschäden durch die RAG-Kanalsanierung an der Krefelder Straße, zum Planungsstand bei der Polizeistation und zum Winterräumdienst.

Sonja Volkmann

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2015-01-21 10:00
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