SPD-Ortsvereine in Moers bleiben erhalten

Jubilarehrungen, wie hier vor einigen Tagen, sollen künftig noch festlicher werden.
Jubilarehrungen, wie hier vor einigen Tagen, sollen künftig noch festlicher werden.

Moers..  In der SPD ist die monatelange Debatte um eine mögliche Fusion der drei Ortsvereine Moers, Rheinkamp und Kapellen beendet. Alle drei Ortsvereine bleiben erhalten, gleichzeitig erhält der Stadtverband mehr Gewicht, wenn es um gemeinsame Angelegenheiten wie zum Beispiel Wahlkämpfe und Nachwuchsförderung geht.

Nach der Kommunalwahl vor einem Jahr hatte der Ortsverein Moers laut über eine Fusion der drei Ortsvereine nachgedacht. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen sollte das Ziel eine Stärkung der sozialdemokratischen Arbeit in Moers sein. Aktuell hat der Ortsverein Moers 396 Mitglieder, der Ortsverein Rheinkamp 287 und der Ortsverein Kapellen 90. Aus der Fusion wird nun nichts. „Die drei Ortsvereine bleiben erhalten“, sagt der Stadtverbandsvorsitzende Harald Hüskes und beruft sich auf ein Treffen Mitte Juni.

Effektive Nachwuchsförderung

Dort ging es um viele Dinge, die den Genossinnen und Genossen wichtig waren. Harald Hüskes: Neu ist zum Beispiel, dass wir unsere Jubilarinnen und Jubilare aus den drei Ortsvereinen einmal im Jahr bei einer großen Veranstaltung ehren möchten.“

Der Stadtverband, so Hüskes, werde die Arbeit der Ortsvereine intensiv begleiten und Ideen und Initiativen dort bündeln, wo es Sinn mache. Sinn macht zum Beispiel eine gut koordinierte, aktive Nachwuchsförderung. Die hat der Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim im Ortsverein Moers bereits erfolgreich etabliert. Yetim: „Im nächsten Jahr möchten wir das auch auf Rheinkamp, Kapellen und Neukirchen-Vluyn übertragen. Es geht allerdings nicht nur um Nachwuchs, sondern auch um ältere Mitglieder, die bisher keine Funktion hatten.“ Yetim hatte noch Anfang dieses Jahres für mehr Gemeinsamkeit in der Moerser SPD plädiert: „Die Idee einer Fusion der Ortsvereine kam von Siegfried Ehrmann in seiner Zeit als Stadtverbandsvorsitzender. Ich finde sie gut, respektiere aber natürlich das Votum gegen eine Fusion.“