Sicherheit steht bei Rauchmeldern im Vordergrund

Vor allem wenn nachts ein Brand ausbricht, sind Rauchmelder von großer Bedeutung.
Vor allem wenn nachts ein Brand ausbricht, sind Rauchmelder von großer Bedeutung.
Foto: Peter Steffen/ dpa
Was wir bereits wissen
  • Bislang wurden nur Neu- und Umbauten ausgestattet, nun endet Übergangsfrist für alle weiteren Wohnungen
  • Vermieter muss sich kümmern, dass alles funktionsfähig ist
  • Anfallende Kosten für Mieter sind gering

Neukirchen-Vluyn.. Seit 35 Jahren ist Lutz Reimann bei der Feuerwehr tätig. Als der heutige Feuerwehr-Chef aus Neukirchen-Vluyn damit begann, gab es noch keine Rauchmelder. Nun ist die Technik weiter. Reimann erinnert sich an eine Reihe von Einsätzen, bei denen ein Rauchmelder früh genug alarmiert hat, so dass das Feuer entweder eigenständig gelöscht oder die Feuerwehr rechtzeitig informiert werden konnte. Daher kann er nur begrüßen, dass diese Rauchmelder ab dem 1. Januar 2017 in jeder Wohnung gesetzlich vorgeschrieben sind. „Es geht immer um Menschenleben“, so der Stadtbrandinspektor.

Keine allzu großen Kosten

Mit Beginn des neuen Jahres gehe die Verantwortung auf die Vermieter über, die nun für installierte Rauchmelder in der Wohnung Sorge zu tragen haben, berichtet Peter Heß, Geschäftsführer des Mieterschutzbundes Duisburg, der auch Mieter aus Neukirchen-Vluyn berät. Die Kosten für die Ausstattung und Installation trägt der Eigentümer. Kosten, die anfallen, um etwa die Betriebsbereitschaft zu gewährleisten, vor allem für die Wartung, kann der Vermieter allerdings auf den Mieter umleiten.

Peter Heß liegen die ersten Abrechnungen vor: Die anfallenden Kosten würden sich zwischen 12 und 18 Euro pro Jahr bewegen. „Keine zu großen Kosten. Wenn man das in Relation zur Gesundheit betrachtet, lohnt das“, so die Meinung des Geschäftsführers.

Eine häufig gestellte Frage an Peter Heß: Müssen bereits angebrachte Rauchmelder wieder entfernt werden? Die Antwort lautet: ja. „Hier wird bestraft, wer sich bereits gekümmert hat“, so Heß. Es gehe aber für den Vermieter darum, sicher zu stellen, welches Gerät im Einsatz ist und zu kontrollieren, ob alles funktionsfähig ist. Von Geräten aus dem Baumarkt rät Heß eher ab.

Wichtig ist: Mieter sind dazu verpflichtet, dass eine Terminabstimmung für die Installation der Geräte erfolgen kann. Vorgeschrieben sind die Rauchmelder für das Schlafzimmer, vorhandene Kinderzimmer sowie den Flur. Eine Kontrolle seitens der Stadt wird es nicht geben. Kommt es aber zu einem Brand, dann wird untersucht, ob ein Rauchmelder vorhanden und funktionsfähig war. Sollte das nicht der Fall sein, „dann will ich nicht in der Haut des Vermieters stecken“, so Heß.

Unabhängig von der Verpflichtung, sollte aber vor allem die eigene Sicherheit, die der Mieter und der Familie im Vordergrund stehen, betont Stadtbrandinspektor Reimann: Sein Tipp für größere Wohnungen sind vernetzte Rauchmelder – brennt es in einem Raum, so alarmieren auch die übrigen Geräte.