Sehenswert: 1700 Brillen für Afrika

. im Bild : v.l. : Simone Hinzler (Projektleiterin im Dt. Blindenhilfswerk), Wolfgang Steinhardt (CVJM Orga.),Pfarrer Tobias von Boehm,. Gisela Bachmann (CVJM Vors.aus Moers). i
. im Bild : v.l. : Simone Hinzler (Projektleiterin im Dt. Blindenhilfswerk), Wolfgang Steinhardt (CVJM Orga.),Pfarrer Tobias von Boehm,. Gisela Bachmann (CVJM Vors.aus Moers). i
Foto: Funke Foto-Services
Was wir bereits wissen
Seit 2012 hat der CVJM 5860 Brillen gesammelt. Aktuelle Spenden gehen nach Ghana und Burkina Faso. Sehhilfe ist in armen Ländern auch Lebenshilfe

Moers.. Die Freude war wieder groß bei Simone Henzler, der Projektleiterin beim Deutschen Blindenhilfswerk (DBHW) mit Sitz in Duisburg. Der Christliche Verein Junger Männer (CVJM) Moers-Hochstraß hat im Rahmen seiner 2012 gestarteten Brillensammelaktion dem DBHW weitere 1700 Brillen gespendet. Insgesamt wurden bisher 5860 Brillenübergeben. Der CVJM bedankt sich bei allen Spendern.

Die Objekte sind dieses Mal bestimmt für Hilfsbedürftige in den Entwicklungsländern Ghana und Burkina Faso in Westafrika. Die gespendeten Brillen werden von Optikern aufgearbeitet und den Bedürftigen von Augenärzten verordnet.

Dass eine Brille eine Lesehilfe ist, ist keine sehr originelle Erkenntnis. Aber dass sie darüber hinaus eine Lebenshilfe sein kann, wird wohl erst beim zweiten Hinsehen deutlich. Das Deutsche Blindenhilfswerk macht auf folgende Zusammenhänge aufmerksam: Wer in armen Ländern seine Sehkraft verliert, verliert zusätzlich oft auch die Basis seiner Existenz, da er nicht mehr oder nur eingeschränkt beruflich tätig sein kann. Insofern ist eine gespendete Sehhilfe auch eine Hilfe zur Existenzsicherung.

Aktuell gehen die meisten Brillen nach Kenia, Tansania, Nigeria, Mali oder Uganda. Die Partner des Deutschen Blindenhilfswerks nehmen gespendete Brillen entgegen, messen sie noch einmal fachmännisch durch, säubern sie und richten sie gegebenenfalls neu. Manchmal werden die Gläser ersetzt. Somit helfen also auch gespendete Gläser sehr effizient. Ein Augenarzt und ein Optiker fahren mit einem Geländewagen aufs Land, verordnen Brillen und passen sie an. Die Brillen werden nicht einfach verschenkt; je nach finanzieller Leistungsfähigkeit müssen die Patienten einen abgestuften Preis für die Brille zahlen. Der Erlös dient dazu, Augenmedikamente zur Verhütung von Sehbehinderungen und Blindheit anzuschaffen. Mit diesen kann man wiederum die sich rasend schnell ausbreitenden Erblindungsraten zumindest eindämmen, heißt es vom Deutschen Blindenhilfswerk.

Wichtig: Dieses Modell wird nur dort angewandt, wo ein einheimisches Optikerhandwerk nicht behindert oder zerstört wird.

Die Sammlung geht weiter. Gespendete Brillen können im Vorraum des Kircheneingangs der evangelischen Gemeinde Hochstraß hinterlegt werden.

Alternativ kann man die Brillen während der Bürozeiten von montags bis freitags von 11 bis 12 Uhr im Gemeindebüro an der Jüchenstraße 1 abgeben.