Segen unter freiem Himmel in Neukirchen-Vluyn

Wer sagt denn, dass ein Gottesdienst ernst sein muss? Beim Open-Air auf der Halde Norddeutschland war die Stimmung prima.
Wer sagt denn, dass ein Gottesdienst ernst sein muss? Beim Open-Air auf der Halde Norddeutschland war die Stimmung prima.
Foto: Ulla Michels

Neukirchen-Vluyn..  „Dem Himmel so nah“ – ein Gottesdienstmotto, welches seinen Titel wahrhaftig verdient hatte. Denn Austragungsort war keine gewöhnliche Kirche, sondern die Halde Norddeutschland. Bereits zum zweiten Mal organisierte die evangelische Kirchengemeinde Moers-Hochstraß und die Christus Gemeinde Moers den Open-Air Gottesdienst an Christi Himmelfahrt.

Kirche ist nicht nur ein Gebäude

Die Idee für einen Gottesdienst außerhalb der Kirche hatte ein Mitglied der Christus Gemeinde. „Kirche ist nicht nur in dem dazugehörigen Gebäude zuhause“, erklärt Pastor Christian Weber. „Zudem ist die Halde Norddeutschland ein zentraler Punkt, der schon allein durch die Aussicht viele Gemeinden verbindet“, fuhr er fort.

Als Ehrengast eingeladen, ließ sich auch Bürgermeister Harald Lenßen den Gottesdienst nicht entgehen und erklärte in seiner Begrüßungsrede, was den Haldengottesdienst ausmacht: „Es ist nicht alltäglich, die Himmelstreppe aufzusteigen, mit dem Ziel dem Himmel so nah zu sein. Hier in der Umgebung ist dies der perfekte Ort.“

Neben der Bühne, auf der die Band „Reflame“ ihr Vorprogramm gestaltete, informierten auch die Pfadfinder „Royal Rangers“ über ihre Arbeit. Um die Verpflegung kümmerte sich die Reservisten-Kameradschaft Moers. Die rund 200 Besucher haben bei sonnigem Wetter Ausblick und auch die Predigt genießen können.

Mit Musik geht alles besser

Von Weitem war auch wieder der aus Holz bestehende Fisch zu sehen, der auf der Halde aufgestellt worden war, der das Symbol für das Christentum verkörpert. Der Posaunenchor Moers bewies vor dem eigentlichen Gottesdienst ordentlich Puste: Den Aufstieg über die 360-stufige Himmelsleiter haben die Bläser musikalisch untermalt. Nicht nur die Besucher erklommen so die Stufen, sondern auch die Musiker zogen von Ebene zu Ebene, immer höher, und haben die Gläubigen so auf den bevorstehenden Gottesdienst eingestimmt.