Schwerpunkt in Moers: Frauenbilder in der Religion

Eva Schmelnik Leiterin der Bücherei, Diana Finkele Museumsleitung, Dr.Rita Mielke Mitorganisatorin .
Eva Schmelnik Leiterin der Bücherei, Diana Finkele Museumsleitung, Dr.Rita Mielke Mitorganisatorin .
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Lesungsreihe „HORIZONTE.himmelwärts“ ist mit vier Veranstaltungen zu Gast in der Grafenstadt. Los geht es am 19. April.

Moers..  „Himmelwärts“ ist das diesjährige Thema des grenzüberschreitenden Museumsnetzwerks Niederrhein. In diesem Rahmen wurde die Lesereihe „HORIZONTE.himmelwärts“ in’s Leben gerufen. Dabei macht sie auch mit mehreren Lesungen Halt in Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen Vluyn.

Gleichzeitig passt sie zu der aktuellen Ausstellung „Da selbsten ein Anfang zu brennen gemacht – Aberglaube und Hexenwahn am Niederrhein“ im Grafschafter Museum. „Es ist schön, dass wir das Museumsthema mit der Literaturreihe verbinden und uns gleichzeitig in der Region vernetzen können“, freut sich Dr. Rita Mielke.

Die Literaturwissenschaftlerin, Kulturjournalistin und Autorin hatte die Idee zu der Reihe und findet besonders das Thema sehr interessant: „Religion und Konfession ist immer ein aktuelles Thema. Uns wird ständig ein Spiegel vorgehalten. Gerade auch bei den derzeitigen Diskussionen und schrecklichen Anschlägen wie denen in Paris. Viele beschäftigen sich mit der Frage, was eigentlich Religion bedeutet und wie man sich darin wiederfinden kann.“

In den Lesungen wird zeitgenössische und überregionale Literatur thematisiert. Die orientiert sich in Moers vor allem an der Rolle der Frau im Kontext der Religion und greift somit auch das Thema Aberglaube und Hexenwahn der Ausstellung im Grafschafter Museum auf und ergänzt das Rahmenprogramm.

„Damit wird sowohl der thematische als auch der zeitliche Blick erweitert“, sagt die Leiterin des Grafschafter Museums, Diana Finkele.

In der ersten Vorlesung am 19. April um 11.30 Uhr liest Gina Meyer im Schloss aus ihrem Roman „Die Protestantin“. Magdalene Imig liest am 29. April um 19.30 Uhr aus ihrem Roman „Die Klosterfrau“. Untermalt wird ihre Lesung musikalisch von dem Duo Brillant. Ort ist diesmal die Stadtbibliothek Moers. Denn die Lesereihe sollte nicht nur in Museen, sondern auch an anderen Orten stattfindet. „Ich fand die Idee der Lesereihe sofort toll und habe nicht lange gezögert, auch die Bücherei als Ort zu Verfügung zu stellen. Außerdem hat es sehr viel Spaß gemacht, die Autoren mit auszusuchen“, erzählt Eva Schmelnik, Leiterin der Bibliothek.

In der Dorfkirche Repelen gibt es am Freitag, 12. Juni, um 19.30 Uhr die dritte Veranstaltung. Dann liest Veronika Peters aus ihrem Roman „Was in zwei Koffer passt“. Darin erzählt sie, wie sie fast zwölf Jahre als Nonne in einem Kloster lebte und schließlich den Autor Christoph Peters kennenlernte. Aus Liebe zu ihm verließ sie schließlich das Kloster.

Die letzte Lesung in Moers hält Beatrice Weizsäcker am 21. Juni um 11.30 Uhr im Schloss. Die Tochter des Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker liest aus ihrem Buch „Jesusmaria. Christentum für Frauen“.

Rita Mielke, die selbst schon Lesungen im Rahmen des Programms gehalten hat, freut sich über das große Interesse an den bisherigen Veranstaltungen und sagt: „Wir können jetzt schon eine positive und große Resonanz ziehen.“