Schuss des Moerser Juweliers traf mitten ins Herz

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Was wir bereits wissen
Die Kripo hat Hinweise auf einen dritten Täter, der am 22. Dezember in der Nähe des „Schmuckkästchens“ an der Lintforter Straße in Repelen Schmiere stand.

Moers.. Hatte der 37-jährige Rumäne, der am 22. Dezember bei dem Überfall auf das „Schmuckkästchen“ an der Lintforter Straße vom Inhaber erschossen wurde, mehr als nur einen Komplizen? Die Mordkommission hat Hinweise auf einen dritten Mann, der „Schmiere“ stand, fahndet nun nach zwei Flüchtigen und dem Fluchtfahrzeug.

Zudem wurden jetzt weitere Details bekannt: Der Schuss, der den 37-Jährigen tötete, traf ihn mitten ins Herz. Er wohnte in Krefeld, und „es liegen polizeiliche Erkenntnisse gegen ihn vor“; zur Frage ob der Mann vorbestraft war, gibt es indes keine weiteren Informationen. Die Auswertung der durch die Duisburger Kripo und Spezialisten des Landeskriminalamtes gesicherten Tatortspuren sei derzeit noch nicht abgeschlossen, heißt es.

„Das ist ein ganz liebes Ehepaar“

Bei den Geschäftsleuten in Repelen ist der Überfall immer noch Thema Nummer eins. Ein Geschäftsmann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, erklärte, alle in Repelen seien von dem Überfall betroffen. „Das ist ein ganz, ganz liebes Ehepaar“, beschreibt er die Inhaber des Juweliergeschäfts, „sie sind immer so fröhlich.“ Er selbst treffe den Juwelier öfter morgens zur Zeit der Geschäftsöffnung: „Wir kommen beide von hinten.“ Und ja, nach einem solchen Ereignis schaue man sich jetzt um, bevor man sein Geschäft aufschließt.

Die Repelener, so erzählt er weiter, stünden hinter dem Juwelier, der bei dem Überfall einen der maskierten Täter erschoss – er habe sich doch nur gewehrt. „Alle halten zu ihm.“ Und als Geschäftsmann hat er großes verständnis für den Schaden, der dem Juwelier entstanden ist: „Das Weihnachtsgeschäft haben sie ihm kaputt gemacht.“ Denn vom 22. Dezember bis zum 2. Januar war das Geschäft geschlossen.