Schritt für Schritt zur Förderung

Neukirchen-Vluyn..  Die Politik ist auf dem Weg zur Förderung Neukirchens einen Schritt weiter gekommen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat das „Integrierte Handlungskonzept für den Ortskern Neukirchen“ (IHK) beschlossen. Das Konzept dient kurz gesagt als Grundlage, auf der die Stadt bei der Bezirksregierung Anträge auf Förderung aus dem Stadterneuerungsprogramm stellen kann.

Mittlerweile hat die Verwaltung neben dem besagten Konzept auch eine Nachqualifizierung sowie eine überarbeitete Kosten- und Finanzierungsplanung erstellt. Auch das wurde verabschiedet. Nun soll die Stadt das IHK umsetzen. Der Beschluss in allen Punkten verlief einstimmig. Gleichwohl gab es selbstverständlich Diskussionsbedarf.

Man werde nichts tun, was die Entwicklung des Dorfes blockieren könne, betonte Gerd Lück (SPD) in der Sitzung am Mittwochabend. „Aber es gibt Punkte, über die man sprechen müsste.“ Ihm sei völlig neu, dass die Stadtbücherei in Neukirchen zentralisiert werden solle. Und weiter: „Dazu gibt es keine Zustimmung.“ In der dem IHK angefügten Maßnahmenbeschreibung zur Sanierung und Ertüchtigung der Stadtbücherei ist der Satz zu finden: „Es wird angedacht, in den nächsten drei Jahren beide noch bestehenden Ortsteilbüchereien, die in Vluyn und die in Neukirchen, am Standort Neukirchen zusammenzulegen.“ Dieses sowie die folgende Beschreibung der Gegebenheiten in beiden Stadtteilen hatten die SPD aufgebracht.

Hans-Willi Pergens, Wirtschaftsförderer und Dorf-Neukirchen-Beauftragter der Stadtverwaltung, versuchte, die Aufregung ein wenig einzudämmen. „Das ist das einzige Gebäude, das innerhalb des Geltungsbereiches förderfähig ist“, erklärte Pergens. „Die Gelegenheit sollten wir nutzen.“ Pergens verwies darüber hinaus auf die Haushaltssituation der Stadt, ließ aber eine Zentralisierung nicht als gegeben stehen.

Christian Esser (Bündnis 90/ Die Grünen) war ebenfalls über den Punkt der Stadtbücherei wie über die Öffentlichkeitsarbeit gestolpert und fragte, ob es nicht überzogen sei, ein 120 qm großes Büro für zwei Tage anzumieten. Das Quartiersbüro sei eine Empfehlung der Bezirksregierung und anderer Städte, sagte Pergens.

Er sei guter Dinge, dass die Stadt in die Grundförderung aufgenommen werde.

Großes Lob für die geleistete Arbeit gab es vom technischen Beigeordneten Ulrich Geilmann. Das sei „eine gigantische Arbeit“, die da geleistet worden sei.