Schöner Wohnen

Im statistischen Zahlenwerk des Handlungskonzepts Wohnen kommt Kamp-Lintfort nicht gerade besonders gut weg: Ein bis 2030 mit minus 14,8 Prozent deutlich höher prognostizierter Bevölkerungsrückgang als in sämtlichen Nachbarkommunen tut nicht nur Stadtplanern weh – noch dazu, wenn in diesem Zusammenhang immer wieder von einem „Imageproblem“ der Stadt gesprochen wird.

Denn ein solches will dieser Tage so gar nicht zu einer Stadt passen, in der mit boomendem Hochschul-Campus, dem geplanten Logport-Gelände und berechtigten Landesgartenschau-Ambitionen weitaus mehr Aufbruchstimmung herrscht, als in eben jenen Nachbarkommunen. Bürgermeister Landscheidt weiß, dass das Image seiner Stadt in der Vergangenheit „nicht so doll“ war, wie er es gestern selbst formulierte. Er weiß aber auch, dass sich das Blatt wendet. Realist bleibt der Bürgermeister trotzdem: „Wir können den Negativtrend nicht umkehren, nur verlangsamen“, so Landscheidt über den prognostizierten Bevölkerungsrückgang. Ein Imagewechsel dagegen ist machbar – und in Kamp-Lintfort schon längst in vollem Gange.