Schnelles Internet in Moers bis 2017

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Was wir bereits wissen
Deutsche Telekom will das Glasfasernetz ausbauen. Die Bedarfsabdeckung steigt auf 97 Prozent.

Moers..  Spätestens 2017 soll es in Moers nahezu flächendeckend schnelles Internet geben. Die Versorgungsquote soll nach Angaben der Stadtverwaltung von zurzeit 84 Prozent auf dann 97 Prozent der Haushalte steigen.

Die CDU hatte sich Ende April mit einer Anfrage zum Ausbau schneller Internetverbindungen an die Stadtverwaltung gewandt. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass der flächendeckende Zugang zum Internet mit schnellen Verbindungen in Kamp-Lintfort bereits realisiert worden ist.

Ausbau Glasfasernetz

Nach Angaben der Stadt können in Moers die Anbieter Deutsche Telekom und Unity Media rund 84 Prozent der Haushalte mit einem Internet-Anschluss versorgen, dessen Übertragungsrate bei 50 Megabit pro Sekunde liegt. Die Deutsche Telekom wolle 2016, spätestens jedoch 2017, das Glasfasernetz so ausbauen, dass rund 97 Prozent der Haushalte im Vorwahlbereich 02841 von den hohen Übertragungsraten profitieren könnten.

In einigen Bereich sollen dann sogar mit spezieller Technik Übertragungsraten von bis 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten seien allerdings nur in der Nähe der Glasfaserverzweigungen zu erreichen. Je weiter ein Teilnehmer von einem solchen Knotenpunkt entfernt wohnt, umso niedriger ist die Geschwindigkeit, wie die Deutsche Telekom bei der Präsentation in Kamp-Lintfort mitteilte.

Umfrage Wirtschaftsförderung

Der Wunsch nach einem schnellen Internetzugang in Moers ist nicht neu. Die Wirtschaftsförderung habe, so die Stadt, eine Umfrage gestartet, an der auch die Deutsche Telekom beteiligt war. Anschließend habe das Unternehmen vorläufige Ausbaupläne vorgelegt.

Am jetzt geplanten Ausbau gibt es keine kommunale Kostenbeteiligung, die Stadt könne hier nur „unterstützend“ tätig sein. In Kamp-Lintfort hatten Stadt und Deutsche Telekom 2014 einen Vertrag über den Ausbau geschlossen. Auch Neukirchen-Vluyn ist bereits an das Hochleistungsnetz angeschlossen.

Von der neuen Technik können Kunden profitieren, sie müssen es aber nicht. Erst, wenn Kunden einen neuen Vertrag mit ihrem Anbieter abschließen, kann das schnelle Internet am Computer genutzt werden.