Schlimmer Vandalismus bei Tankstellen-Einbruch in Moers

Am Mittwoch richteten Einbrecher in der Tankstelle großen Schaden an.
Am Mittwoch richteten Einbrecher in der Tankstelle großen Schaden an.
Foto: Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE
Was wir bereits wissen
Die Täter stiegen durch ein Oberlicht ein und leerten zwei Feuerlöscher. Der Schaden kann bis zu 40 000 Euro betragen.

Moers..  Tankstelleneinbrüche, bei de-nen es die Täter auf Zigaretten abgesehen haben, sind nicht selten. Aber das, was die Einbrecher in der Aral-Tankstelle von Michael Götzen an der Krefelder Straße anrichteten, haben selbst die Männer der Firma Lanzerath, die für den Zustand aller Tankstellen nördlich des Mains zuständig ist, nicht gesehen: Die Täter leerten zwei Schaumfeuerlöscher in den Räumen der Tankstelle – der Schaden kann bis zu 40 000 Euro betragen.

Der graue Staub bedeckte gestern Vormittag noch alles: Flaschen, Dosen, Lebensmittel im Bistrobereich, Zeitschriften, Blumensträuße, Ölkanister, Kasse, Computer. Die Regale hinter der Kasse wurden herausgerissen, lagen am Boden. Seinen gesamten Warenbestand, auch den im Lager nebenan, kann Michael Götzen wegwerfen. Der Experte der Firma Lanzerath stand kopfschüttelnd vor dem Chaos: „So was hab’ ich noch nicht gesehen.“

Entgegen der üblichen Einbruchsmethode bei Tankstellen – Aufbrechen der Eingangstür – stiegen die Täter durch ein Oberlicht in der als Lager genutzten Werkstatt ein und verschwanden wahrscheinlich auf dem selben Weg. Eine mehrere Meter lange Leiter ließen sie dabei am Tatort zurück.

Die Beute bestand aus Zigaretten, Bifi-Stangen, Schokoriegeln sowie Red-Bull- und Jack-Daniels-Getränkedosen. Das Spirituosen-Regal hingegen, unter anderem bestückt mit Wodka und Whisky, ließen sie unberührt. Was Michael Götzen gar nichts nützt, denn aus Gründen der Lebensmittelhygiene muss er all seine Ware vernichten. Zum angerichteten Schaden kommt hinzu, dass die Tankstelle gestern geschlossen bleiben musste.