Schließungen machten Schlagzeilen

Die Kaethe-Kollwitz-Schule in Sevelen am Dienstag, 15.01.2013. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Die Kaethe-Kollwitz-Schule in Sevelen am Dienstag, 15.01.2013. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In Schaephuysen machte die Sparkasse dicht. In Issum ist die Hauptschule bald Geschichte

Rheurdt/Issum..  In Rheurdt beschäftigte zu Beginn des Jahres die Anleinpflicht nicht nur die Hundehalter. Die Gemüter waren erregt, die Gemeinde blieb bei ihrer konsequenten Regelung: Alle Hunde innerhalb der Gemeindegrenzen gehören an die Leine!

Ein Thema, das Gemeinde und Bürger schon länger beschäftigt, ist die Dorfentwicklung, die nun 2015 endlich in die Phase der Umsetzung einmünden soll. Viele Bürgerversammlungen fanden statt, um Konzepte für Rheurdt und Schaephuysen zu finden. Jetzt sollen Taten folgen.

Wenig ruhmreich

Wenig ruhmreich war das Ergebnis der Abstimmung in Sachen Grundschulstandort. Weil man kurz vor der Kommunalwahl stand, gab es unter den Ratsmitliedern der CDU keine Mehrheit für einen der beiden Standorte. Bis heute fiel in der wichtigen Sache keine Entscheidung. Die Schülerzahlen sinken derweil.

Nach allen Anstrengungen in Sachen Dorfentwicklung traf die Nachricht im Herbst Gemeinde und Bürger hart: Die Sparkassenfiliale Schaephuysen musste schließen. Mit dem neuen Cash-Back-System und der Geldbotenlösung der Sparkasse konnten Härten jedoch vermieden werden.

Einen herben Schlag musste dieses Jahr auch das Altbierdorf verkraften: Die Käthe-Kollwitz-Schule muss 2016 schließen. Trotz aller Versuche seitens der Gemeinde war die moderne, gut geführte Einrichtung nicht mehr zu retten. Auch Konstruktionen in Sachen Sekundarschule halfen nichts. Zu wenige Eltern gaben der eigenen Schule mit den Anmeldungen ihrer Kinder noch eine Chance. Für eine Eingangsklasse reichte es nicht.

Viel Aufsehen erregte ein Mordversuch in Issum. Nach einem Nachbarschaftsstreit verfolgte eine Frau mit ihrem Wagen die Nachbarin und versuchte, sie zu töten. Die Nachbarin hatte das Opfer erst mit ihrem Jeep überfahren, ihm dann mit einem Messer in den Hals gestochen und die schwer verletzte Frau auf einem Waldweg bei Issum liegengelassen. Vor Gericht musste sich die Frau wegen versuchten Mordes verantworten und wurde verurteilt.

Lange galt sie als der berühmteste Schandfleck in Issum – die seit vielen Jahren leer stehende Tennishalle am Vogt-von-Belle-Platz. Sie wurde in diesem Jahr endlich erfolgreich ersteigert, und zwar von der „Josef H. Boquoi – Hilfe zur Selbsthilfe-Stiftung“ des Bofrost-Gründers und TC-Mitglieds Josef H. Boquoi. Er kaufte die Halle, und dem Verein wurde die Aufgabe angetragen, sie wieder betriebsbereit zu machen. Inzwischen hat sich Erfreuliches dort getan.

Gewerbegebiet fertig

Positiv auch die Fertigstellung des Gewerbegebietes „Am Schankweiler“ und die Bemühungen zur Schaffung eines zentralen Platzes und Aktivierung des Flächenpotenzials im Bereich Gelderner, Schul-, Mittel- und Kapellener Straße. Dies wurde in das Landesförderprogramm aufgenommen