Schilder weisen auf die Kehrtage hin

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Enni skeptisch: In anderen Städten war sogar Nachbarschaftsstreit die Folge. Nach einem halbjährigen Versuch in der Matteck soll Bilanz gezogen werden.

Moers..  Das Thema findet Unterstützer und Kritiker: Sollen Hinweis-schilder die Moerser Bürger auf die Zeiten der Straßenreinigung hinweisen? Oder sollen gar Parkverbotsschilder dafür sorgen, dass die Kehrmaschine ungehindert bis an den Bordstein heranfahren kann? Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung hatten kontrovers diskutiert und am Ende beschlossen: In der Mattheck, wo Bürger einen entsprechenden Antrag gestellt hatten, soll es ab sofort Hinweise auf die Kehrtage geben.

Enni Stadt & Service hat die entsprechenden Schilder auf der Leipziger Straße, der Wilhelm-Müller-Straße und am Dresdner Ring aufgestellt. „Dabei handelt es sich um einen Pilotversuch, der auf Freiwilligkeit setzt. Wir wollen Gebote, keine Verbote und hoffen auf die Unterstützung der Anwohner“, erklärt Abteilungsleiter Ulrich Kempken.

Um die Schilder möglichst international zu halten, hat Enni darauf mit Piktogrammen gearbeitet. „Dieser Appell an die Autofahrer, an den Kehrtagen möglichst nicht dort zu parken, dürfte vor allem den direkten Anwohnern einer Straße entgegenkommen, die ein Interesse an der Reinigung haben“, erklärt Kempken.

Nachbarschaftsstreit

Mit dem Pilotversuch ist ein striktes Parkverbot an den Reinigungstagen vom Tisch – zumindest vorerst.

Ulrich Kempken sieht dieses Thema ohnehin skeptisch. „Es gibt zahlreiche Kommunen, in denen dieses Vorgehen gescheitert ist und die die Schilder deshalb wieder entfernt haben“, weiß der Enni-Experte Hohe Kosten, ein „Schilderwald“, eine Überwachung des Verbots und häufig sogar Nachbarschaftsstreitigkeiten seien dort negative Folgen der temporär eingerichteten Halteverbotszonen.

Ob sich die Hinweisschilder in der Mattheck bewähren, bleibt abzuwarten. In einem halben Jahr will Enni Bilanz ziehen.