Schausteller streiten um die Kirmes-Regie
25.06.2007 | 04:29 Uhr 2007-06-25T04:29:08+0200KIRMES. Zwei Vereine, zwei Meinungen: Die einen wollen die Organisation in die Hand nehmen, die anderen dieses verhindern.
MOERS. Zwei Schaustellervereine gibt es in Moers. Die Mitglieder zweier Schaustellervereine sind auf dem Weihnachtsmarkt und auf der Kirmes zu finden. Doch nicht ein einig Volk von Gleichgesinnten ist es, sondern es handelt sich offenbar um zwei kriegführende Stämme. Die einen wollen Kirmes und Weihnachtsmarkt selbst in die Hand nehmen, die anderen wollen das unter allen Umständen verhindern.
Kaum hatte der "Niederrheinischer Schausteller Verein Moers", in persona Christine Aberfeld, der Stadt das Angebot gemacht, Kirmes und Weihnachtsmarkt ehrenamtlich zu organisieren und der Stadtmarketing GmbH im Gegenzug eine sechsstellige Summe zukommen zu lassen, meldet sich auch schon der "Deutsche Schaustellerbund". Präsident Albert Ritter: "Wir wollen nicht, dass die Familie Aberfeld die Kirmes organsiert." Rudi Edling, Vorsitzender des "Schaustellervereins Moers", distanzierte sich auch sofort vom Aberfeld'schen Vorschlag.
Beide Vereine sind sich indes in einer Sache einig: Sie kämpfen darum, dass Kirmes und Weihnachtsmarkt in der Hand des Ordnungsamtes bleiben. Beide geben in schriftlichen Stellungnahmen ihren Befürchtungen Ausdruck, die Übertragung von Kirmes und Weihnachtsmarkt an die neue Stadtmarketing GmbH könne eine Erhöhung der Standgebühren nach sich ziehen. Geht es nach den Schaustellern, soll alles so bleiben, wie es ist.
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