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Kamper Nacht

Schampus und Häppchen zu Verdi

22.07.2013 | 11:00 Uhr
Schampus und Häppchen zu Verdi
Genießen mit Stil unter freiem Himmel.Foto: Peggy Mendel

Kamp-Lintfort. Alle zwei Jahre packen die Kamp-Lintforter ihren Hausrat zusammen, schnüren ein großes Picknick-Paket und machen sich auf zu dem wohl schönsten Wahrzeichen ihrer Stadt, um dort klassischer Musik zu lauschen: Von der Musik, über das Feuerwerk bis zum Wetter stimmte bei der sechsten Kamper Nacht wirklich alles.

Wo es sonst heißt „Betreten der Rasenfläche verboten“, standen am Samstagabend plötzlich Tische und Stühle, türmten sich die besten Leckereien und saßen die entspanntesten Menschen: Inmitten des Klostergartens hatten es sich die Besucher gemütlich gemacht. Durch die warme Sommernacht schallten die Klänge der Neuen Philharmonie Westfalen, die für den Samstagabend anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten eine Hommage an Giuseppe Verdi zusammengestellt hatte.

Schlangestehen am Einlass

2200 Menschen waren gekommen, um bei diesem Erlebnis dabei zu sein. Und sie hatten sich einiges einfallen lassen, um ihren Abend so stilvoll wie möglich zu zelebrieren. Lange Tische, fast schon Tafeln, mit Decken, mehrarmigen Kerzenleuchtern und tollem Essen hatten sie in den Klostergarten transportiert. Zum Einlass um 17.30 Uhr war die Schlange deshalb entsprechend lang. Denn auch wenn es genügend Stühle vom Veranstalter gab, so wollten viele ihre eigenen Tische aufbauen.

„Alles eine Frage des organisierten Packens“, schmunzelte Lukas Dörr. Mit einer Sackkarre und vielen Helfern hatte er Tische und Stühle in den Klostergarten transportiert. Dass er trotzdem keinen Platz in den ersten Reihen bekommen hatte, störte ihn wenig. „Hier geht es ja um die Musik, die hören wir hier super“, erklärte er.

Und da gab es wirklich einiges zu hören: Die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen waren keine Unbekannten bei der Kamper Nacht. Zum vierten Mal schon verzauberten sie das Publikum und nahmen es diesmal mit nach Italien zu Giuseppe Verdi. Damit auch die weniger opernaffinen Gäste nicht den Faden verloren, führte Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster durch den Abend. Von Giovanna d’Arco, über La Traviata bis zur Sizilianischen Vesper waren Stücke aus den bekanntesten Verdi-Kompositionen vertreten. Unterstützt wurden die Philharmoniker von den Solisten Eva Hornyakova (Sopran) und Sergio Blazquez (Tenor). Andächtig lauschte das Publikum, als die beiden Solisten das Duett ‚Parigi o cara‘ aus La Traviata sangen. Kurz stoppte das leise Klirren der Gläser und das Knuspern des mitgebrachten Baguettes.

Laut, fröhlich und bunt wurde es dann am Ende, denn der Höhepunkt der Kamper Nacht war auch in diesem Jahr das Feuerwerk auf den Terrassen des Klostergartens. Dass die Gäste auf diesen Moment hin fieberten, wusste auch Generalmusikdirektor Förster: „Noch ein Stück, ein paar Zugaben und dann ist es endlich finster, damit Sie das Feuerwerk genießen können“, bereitete er die Zuhörer vor. 13 Minuten konnten diese dann – vor dem Hintergrund der alten Klostermauern und auf die Musik der Philharmoniker abgestimmt – das farbenprächtige Feuerwerk genießen. Und die Begeisterung war entsprechend groß: „Für Kamp-Lintfort ist diese Veranstaltung ein Highlight“, freute sich Uli op de Hipt, „da können wir hier richtig stolz drauf sein“.

Von Rebecca Krizak

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Schampus und Häppchen zu Verdi
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2013-07-22 11:00
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