Rock-it! Es ist cool

Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
23 Bands beim Festival Rock it! auf zwei Bühnen im Bollwerk. Alles ehrenamtlich organisiert

Moers..  Manche Studenten gehen nebenbei kellnern, andere organisieren ein Musikfestival. Swanhild Dausien und Tina Bergs gehören zu der rund zehn-köpfigen Crew des Rock-it! Festivals. Seit 2008 ist es Bestandteil der Moerser Musikszene und zum vierten Mal fand es im Bollwerk 107 statt. Freitag- und Samstagabend rockten insgesamt 23 Bands zwei Bühnen.

Angefangen hat alles vor sieben Jahren in der Aula des Grafschafter Gymnasiums, als zwei Schüler einen Rahmen suchten, um lokalen Bands eine Bühne zu bieten. Die Rock-It!-Gründer Christopher Schmidt und Hans Lietz gehören bis heute zum Team und organisieren zusammen mit Swanhild, Tina und anderen jungen Freiwilligen das Musikevent. „Das ganze Jahr über treffen wir uns wöchentlich“, erzählt die 21-jährige Tina. Wenn sie nicht gerade eine Vorauswahl der 350 Bewerber-Bands trifft, studiert sie in Duisburg Kulturwirtschaft. Swanhild, die sich jetzt um den reibungslosen Ablauf der Bandauftritte kümmert, absolviert ein Studium in Berlin. Crewentscheidungen müssen da schon mal über Facebook geregelt werden.

Bis heute steht die Hauptintention des Festivals im Vordergrund: „Wir möchten Bands die Chance geben, aus ihren Dörfern herauszukommen und vor anderem Publikum zu spielen“, erklärt Tina. Dieser Gedanke kommt bei den Zuhörern gut an. Der 18-jährige Simon aus Moers schätzt die Auftritte der Lokalbands: „Es ist cool, mal nicht so bekannte Künstler zu hören. Bei so vielen Bands gibt es viele Musikrichtungen. Gut ist auch, dass der Eintritt frei ist.“ Dieses Jahr ist Rock-it! sogar international breiter aufgestellt. Neben einer niederländischen Band ist erstmals eine Gruppe aus Nottingham in Moers. „Wir freuen uns aber nicht nur über Neuentdeckungen, sondern auch über bekannte Gesichter“, erzählt Swanhild.

Nach zwei Abenden voller Musik, Party und guter Stimmung können die 17- bis 24-jährigen Crewmitglieder eine gute Bilanz ziehen. „Der Publikumsbesuch war stabil wie seit Jahren. Rund 400 Leute im Durchlauf eines Tages – damit sind wir zufrieden“, sagt Tina. Die ausgewählten Bands, aufgeteilt auf eine Akustikbühne in der Bollwerk-Kneipe und die große Bühne für die technisch unterstützen Auftritte in der großen Halle, kamen gut an. Während „Me, Setting Sails“ schlicht und unplugged auf der Bühne steht, heizt die Band aus Nottingham zwei Türen weiter ordentlich mit Lichteffekten und Showeinlagen ein. Das Publikum feierte, klatschte und tanzte bis die letzten Gitarrenakkorde verstummten.