Reparatur-Café geht im Herbst an den Start

Kamp-Lintfort..  Die Idee ist ebenso simpel, wie sympathisch: Toaster kaputt und kein Elektroladen mit Reparaturservice weit und breit? Die Fahrradbeleuchtung hat schon wieder den Geist aufgegeben und selbst kriegt man das Gefummel nicht hin? Der „Cari-Treff“ am Rathausplatz öffnet im Herbst die Türen für sein neues Reparatur-Café. Dort können Hilfesuchende ab September Experten treffen, die beim Reparieren und Basteln helfen.

„Dabei geht es uns nicht darum, Dienstleistungen zu erbringen, sondern eher um Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Claudia Kohler von der Caritas. Gemeinsam sollen sich Hilfesuchende und handwerklich begabte Ehrenamtler an einen Tisch setzen, reparieren, dabei ins Gespräch kommen und so voneinander lernen und neue Bekanntschaften schließen.

„Wir wollen für Menschen da sein, die am Rande der Gesellschaft stehen und ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen“, sagt Caritas-Mitarbeiter Dirk Ulrich. Das Angebot richte sich vor allem an Menschen, die eben nicht „mal schnell“ eine neue Kaffeemaschine kaufen könnten. Die Idee des neuen Projektes passt für ihn ideal zum Cari-Treff. „Wir verstehen uns allerdings nicht als mobile Handwerkertruppe – repariert werden soll hier vor Ort.“

Das Reparatur-Café soll in den normalen Cari-Treff-Betrieb inte-griert werden, zunächst Dienstagnachmittags in einem achtwöchigen Rhythmus. Dabei wollen sich die Initiatoren wegen der räumlichen Situation erst einmal auf Angebote im Bereich Elektrik, Fahrradmechanik, Schneiderei und IT beschränken. Die ersten ehrenamtlichen Helfer sind bereits gefunden, weitere handwerklich talentierte Ehrenamtler werden noch gesucht. Deshalb laden Ulrich und Kohler am kommenden Dienstag, 23. Juni, 18.30 Uhr, zu einem ersten unverbindlichen Treffen in die Räume des Cari-Treffs. Info: 02841/901058.