Rekordbesuch beim Freefall

Am Samstag, 08.09.2012 spielen Blackmail beim Freefall - Festival, 2. Tag, in Moers. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Am Samstag, 08.09.2012 spielen Blackmail beim Freefall - Festival, 2. Tag, in Moers. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
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Moers..  Das Freefall-Festival hat wieder ein Wochenende lang den Stadtpark gerockt. Allein Freitag und Samstag kamen mehr als 10 000 Besucher, Organisator Christian Schürmann freute sich schon vor dem Abschlusstag über einen neuen Zuschauerrekord. Dabei herrschte meist munteres Kommen und Gehen. Eine Ampel am Eingang signalisierte weithin sichtbar, ob gerade Einlass möglich war.

Am Samstagabend gab es beim Topact „Blackmail“ wieder ein volles Haus - also eine rote Ampel.

Insgesamt traten 22 Bands im Park auf, davon die Hälfte aus dem Moerser Raum. Am Freitag war härtere, trashigere Gangart angesagt, der Samstag war rockiger und am Sonntag gab es für jeden etwas. Inoffiziell hieß das „Familientag“, aber nur, weil die Musikrichtungen von Songwriter über Rock und Clubsound bis Cover reichten.

An jedem Festivaltag kam der Opener aus Moers. Das waren am Freitag die altbekannte Formation „Day After“ und am Samstag „Desert in your Backyard“, die im letzten Jahr erst einem Proberaum im Bollwerk entwachsen sind und nun schon vor 400 Fans durchstarten konnten.

Die überregionalen Bands kamen dieses Jahr beispielsweise aus Münster, Wuppertal, Köln, Karlsruhe, Hamburg oder Berlin.

Für „The Bonny Situation“ war es ein besonderes Freefall, nämlich das ihrer vierten Teilnahme im vierten Jahr ihres Bestehens. „Von uns aus kann das hier immer so weiter gehen, wir könnten hier noch 30 Jahre lang spielen. Die Einladung zum Freefall ist für uns eine riesengroße Ehre“, war Schlagzeuger B-Ray schon vor dem Autritt begeistert. Die Band befindet sich im musikalischen Aufwind. „Wir leben alle irgendwie von Kunst und Musik“, erklärt B-Ray, der in Rumeln ein Tonstudio betreibt. „Und die Band ist schon ein Halbtagsjob.“

„Es ist einfach alles gut“, fasst Organisator Christian Schürmann zusammen. Die warmen Tage haben dem „Umsonst & Draußen“-Festival Rekordzahlen spendiert. Ein großer Teil des Publikums kommt bereits zum Programmbeginn. „Wir machen das jetzt nur noch bei gutem Wetter“, scherzt Schürmann.

Zufrieden mit dem Verlauf des Festivals ist auch Achim Krenn vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Moers. Der Fachdienst Jugend ist offizieller Veranstalter des Festivals und stellt Infrastruktur, Elektriker und Transportmöglichkeiten. „Besser kann es nicht gehen“, so Krenn. Von der Bühne aus dankte Schürmann den Sponsoren und den rund 50 ehrenamtlichen Helfern des Festivals.