Rayener kommen zum Teil nicht aus den Einfahrten

Neukirchen-Vluyn..  Georg Bäumel fühlt sich bestätigt. Mit Blick auf die Berichterstattung über den zunehmenden Lastwagenverkehr in Rayen fühlt er sich an ein Treffen im vergangenen Jahr erinnert, bei denen Vertreter von Polizei, Stadt, Politik und dem Landesbetrieb Straßen NRW bei ihm gewesen seien. Geändert habe sich danach nichts an der Situation, sagt Bäumel, und weiter: „Die wollen nicht.“ Infolgedessen mag er auch nicht daran glauben, „dass da noch irgendwas passiert“.

Er sei der Nachbar, der aus Rayen weggezogen ist, verrät er. Und nicht nur das: Georg Bäumel hat nicht weniger als sein Elternhaus verkauft. „Wenn Sie merken, dass Ihr Partner krank wird vom Lärm ...“, setzt er an. Irgendwann hat es ihm dann gereicht. „Ich hätte nie gedacht, dass Lärm so belastend sein kann“, sagt er. Die Nachbarn kämen vor lauter Fahrzeugen zum Teil gar nicht aus ihren Einfahrten hinaus, weiß der Ex-Rayener, der dem Ortsteil im Herzen immer treu bleiben wird. Derzeit wohnt er vorübergehend in einer Ferienwohnung in Hoerstgen.

Etwa ein halbes Jahr wird er sich dort noch aufhalten, bis die Wohnung, die er am Monterkampshof umbaut, fertig sein wird. Derweil haben Bündnis90/Grüne auf die Situation reagiert. Unter anderem weisen sie im Internet auf folgenden Umstand hin: „Am 20.11 wurde im Zeitraum von 6:55 – 12:15 – 950 Fahrzeuge gemessen. 2 Verwarngelder für PKW in Fahrtrichtung Rheurdt und 5 in Fahrtrichtung Moers wurden ausgesprochen.“ Weiter heißt es: „Wir von Bündnis90/Grüne sind der Meinung, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht, da die Situation für die Anwohner immer belastender wird.“