Raumkonzept wird neu diskutiert

Neukirchen-Vluyn..  Die räumlichen Planungen am Schulzentrum müssen offenbar noch einmal modifiziert werden. Offenkundig waren bei den bisherigen Überlegungen die Bedenken der Nutzer – insbesondere des Julius-Stursberg-Gymnasiums – nicht eingehend berücksichtigt worden. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport hat infolgedessen in seiner jüngsten Sitzung am Montag beschlossen, den zuständigen Lenkungskreis erneut einzuberufen, damit dieser über die Eingaben des JSG diskutieren kann. Vertreter der Schule hatten im Ausschuss ihre Sicht der Dinge dargelegt.

„Ich fand das konstruktiv“, sagte die Ausschussvorsitzende Barbara Simon nach der Sitzung. Die Kritikpunkte könne sie verstehen. Simon: „Wir müssen die Probleme, die vom JSG gesehen werden, erläutern, und schauen, wie Abhilfe geschaffen werden kann.“

Wie die Leiterin des JSG, Dr. Susanne Marten-Cleef, auf Nachfrage der Redaktion sagte, müsse die Schulkonferenz laut Schulgesetz die Gelegenheit haben, die Pläne zu prüfen und Alternativen aufzuzeigen. Das hatte man im Vorfeld auch zugesagt. Tatsächlich sei eine Beteiligung erstmals am 5. Februar erfolgt. Marten-Cleef: „Unsere Bedürfnisse sind nicht entsprechend berücksichtigt worden.“

Das JSG hat Zweifel am Raumkonzept und am Standort der Mensa. Konkret geht es um Zahl und Größe der Räume – insbesondere für den Oberstufentrakt. Hier seien zu wenig Räume eingeplant. Die Kritik: Zur Ermittlung des Bedarfes hätten sich die Planer nicht an den historischen Zahlen des Gymnasiums orientiert, sondern die allgemeinen Übergangsquoten aus NRW genutzt. Marten-Cleef: „Für unsere Oberstufe sind elf Räume vorgesehen.“ Allein sechs zehnte Klassen benötigten aber je einen Klassenraum. Also bleibt für die anderen Jahrgänge nicht mehr viel. Von vagabundierenden Klassen, die offenbar in der bisherigen Raumplanung vorausgesetzt werden, hält die Schulleiterin wenig.

Es geht zudem um Fachräume. Der Standort der Mensa wird offenbar insbesondere von Eltern missbilligt, weil er mitten im Gebäude des Gymnasiums vorgesehen ist. Damit einher geht die Verlagerung der zentralen Toilettenanlage. „Das produziert enorme Schülerströme“, heißt es. Und mit alldem stellt sich für die Schulleitung des Gymnasiums auch die Frage der jeweiligen Aufsichtspflichten. Susanne Marten-Cleef stellt klar, dass sie die Gesamtschule grundsätzlich begrüßt und betont: „Wir streben an, mit unseren Nachbarn gut unter einem Dach zu wohnen.“ Nur sollte das jeweilige Schulprofil auch im Raumprofil erkennbar sein.

Wie die Ausschussvorsitzende Barbara Simon sagte, habe der Architekt vermittelt, dass man die Module auch anpassen könne.