Raser achten nicht auf Hinweisschild

An großen Straßen werben Prominente - hier Philipp Lahm - für vorsichtige Fahrweise.
An großen Straßen werben Prominente - hier Philipp Lahm - für vorsichtige Fahrweise.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Ein Mieter der Seniorenanlage in Vluyn ärgert sich über Raser. Der Bezirksbeamte soll nun den Bereich inspizieren.

Neukirchen-Vluyn..  Arnoldo Zielke ärgert sich. Der Senior meint, dass in der Einfahrt der Seniorenheimat zu schnell gefahren wird. „Ein Glück, dass noch keiner verletzt wurde“, sagt Arnoldo Zielke mit Blick auf Autofahrer, die mit überhöhter Geschwindigkeit über die Einfahrt der Altenheimat rasen.

Der Mieter der Seniorenanlage, der die Einfahrt von seiner Wohnung aus überblicken kann, behauptet, dass viele Fahrer häufig mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h fahren und so die Mieter und Bewohner gefährden. „Die Bewohner und Mieter sind alle nicht mehr gut auf den Beinen“, unterstreicht der 82-Jährige. Um das Problem anzugehen, schloss er sich mit dem Leiter der Einrichtung, Ulrich Dannfeld, zusammen. Ein Schild wurde aufgestellt: Schrittgeschwindigkeit war angesagt.

Zudem verteilte Zielke Informationsschreiben an die Bewohner, Mitarbeiter und Besucher. Doch schnell musste er feststellen, dass dies nichts brachte und die Autofahrer weiterhin zu schnell fuhren. Arnoldo Zielke wollte daraufhin ein größeres Schild aufstellen. Er hätte dieses auch selbst bezahlt, wie er betont. Doch zu seinem Bedauern erhielt keine Erlaubnis von Ulrich Dannfeld. Dieser erklärt: „Das kleine Schild ist für unsere Zwecke ausreichend, ein größeres Schild heißt nicht gleich, dass langsamer gefahren wird.“

Dannfeld kann nachvollziehen, dass sich der Mieter unverstanden fühlt und sieht auch das Problem durch Raser. Doch dass ein größeres Schild zu einer Verbesserung der Situation führt, das glaubt er nicht.

Der Bezirksbeamte Fritz Marx soll nun in den kommenden Wochen das Heim besuchen. Dieses Treffen will Dannfeld nutzen, um eine polizeiliche Meinung zum Thema Einfahrt einzuholen, so dass die Meinungsverschiedenheit möglichst schnell geklärt werden kann.