Radfahrer erobern den Niederrhein

Station Moers.
Station Moers.
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
Beim Niederrheinischen Radwandertag stiegen wieder etliche Hobbyradler auf ihre Drahtesel. Am Sonntagmorgen hatte es zunächst düster ausgesehen, aber die Sonne kam rechtzeitig raus.

Moers..  Nachdem es am Sonntag um 9 Uhr noch heftig gewittert und geregnet hatte, herrschte eine Stunde später bei blauem Himmel und gemäßigten Temperaturen ideales Radelwetter. Also beste Voraussetzungen, damit Bürgermeister Christoph Fleischhauer um 10 Uhr auf der Bühne am Neumarkt auch in Moers den Startschuss zum inzwischen 24. Niederrheinischen Radwandertag (NRWT) geben konnte.

Mit „fünf, vier, drei, zwei, eins und los“ sowie den besten Wünschen für eine schöne Radtour schickte er, selbst begeisterter Radler, rund 100 männliche und auch viele weibliche „Pedalritter“ auf eine der insgesamt 64 Rundstrecken. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (adfc) markierten Routen führten durch die reizvolle Landschaft zwischen Rhein und, grenzüberschreitend, der niederländischen Maas.

Große Tombola

Dabei konnten die Radler zwischen familienfreundlichen Kurzstrecken von rund 20 km oder Tagesrouten von bis zu knapp 70 km Länge wählen. Bereits zum zweiten Mal dabei waren Brigitte und Stephan aus Baerl, die sich mit ihren Freunden Birgit und Jürgen aus Moers verabredet hatten, um die rund 45 km lange Route über Neukirchen-Vluyn, Rheurdt und Kamp-Lintfort unter die Räder zu nehmen: „Wir fahren wieder mit, weil es uns im letzten Jahr so gut gefallen hat“, erklärt Brigitte. „Und ich, weil ich unbedingt den 1. Preis bei der Tombola gewinnen will“, ergänzt augenzwinkernd Birgit. „Wir wissen noch nicht so genau, wohin es gehen soll. Das hängt vom Wetter ab. Wir fahren erst mal nach Rheinberg“, sagt ein Ehepaar aus Duisburg, das sich über die Streckenwahl noch ungewiss ist, zumal man bereits auf der Hinfahrt „tüchtig nass geworden“ sei. „Mich lockt vor allem das leckere Essen unterwegs. Überall gibt es Kuchen und andere Leckereien“, freute sich der weibliche Teil des Paars.

Apropos „Tombola“: Unter dem Motto „Mitradeln und gewinnen“ winkten wieder attraktive Preise. Teilnahmevoraussetzung: Mindestens drei Stempel verschiedener Veranstaltungsorte auf der Teilnehmerkarte. Neben von Moerser Fahrradhändlern zur Verfügung gestellten nützlichen Fahrrad-Accessoires gab es als 1. Preis einen von der MoersMarketing GmbH gestifteten Flachbild-Fernseher zu gewinnen. „Ein Fahrrad hat ja schon jeder der Teilnehmer“, begründete Chef Michael Birr die in diesem Zusammenhang etwas ungewöhnliche Wahl.

Dafür, dass es bis zur Ziehung um 17 Uhr nicht langweilig wurde, sorgte ein von MoersMarketing auf die Bühne gestelltes buntes Programm: Ab 12 Uhr spielte M.I.G. „Ja, wir sind mim Radl da“ sowie andere Evergreens und Schlager. In der vor eineinhalb Jahren von Beate Wöhler gegründeten Band haben sich sechs Senioren zusammengetan, die sich entschlossen, statt ihren Lebensabend vor dem Fernseher zu verbringen, lieber kräftig auf die Trommel zu hauen. Ab 15 Uhr sorgte der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Mülheim für weitere musikalische Unterhaltung.

Und wie es so kommen musste: Birgit Schubert, die so lapidar sagte, sie wolle gewinnen, konnte am Ende des Tages tatsächlich den Fernseher mit nach Hause nehmen.

Da das Wetter mitspielte, war es für alle Teilnehmer ein toller Radeltag. Und auch Michael Birr war zufrieden. Es gab zwar weniger Teilnehmer als im Vorjahr. Aber das sei sicher dem Wetter geschuldet. Sein Team hatte jedenfalls den ganzen Tag den Deutschen Wetterdienst auf dem Mobiltelefon im Blick. Birr: „Wir sind froh, dass wir die Veranstaltung nicht abbrechen mussten.“

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