Projekt-Mobil unterwegs in Moers

Jens Franken, zuständig für die Abschlusspräsentation.
Jens Franken, zuständig für die Abschlusspräsentation.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Jugendliche und junge Erwachsene lernen bei „Stadtteiltauchen“ die Stadt und ihre Menschen besser kennen. Das Info-Rad wird im Jugendzentrum Henri vorgestellt.

Moers..  Fast zwei Jahre lang sind Jugendliche bei einem Projekt mit dem Titel Stadtteiltauchen in der Stadt unterwegs gewesen. Am 9. Mai endet das Projekt mit einer Radtour und einer Party am Bollwerk. Das Jugend- und Kulturzentrum am Bahnhof hat das Projekt auch geplant und durchgeführt.

Stadtteiltauchen: Dieses Kunstwort beschreibt das Ziel des Projektes, Jugendliche und junge Erwachsene mit der Stadt und ihren Menschen vertraut zu machen. Dabei hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Erlebnisse und Begegnungen zu reflektieren und zum Beispiel in Filmen und Fotos darzustellen.

So entstand etwa „Der Flammenyeti von Kapellen“, ein Hörspiel, das eine – frei erfundene – Brandstiftung im Jugendzentrum Henri im Ortsteil Kapellen schildert. Das größte Projekt, der Kurzfilm „Message in a Bottle“ zeigt blanken Horror am Moers-Bach, natürlich auch frei erfunden.

Christian Kaindl als Leiter und Jens Franken als Assistent haben das Projekt Stadtteiltauchen betreut. Gefüllt mit Leben haben es rund 100 Jugendliche und junge Erwachsene, die sich mit Ideen und Engagement eingebracht haben. Yala Pierenkemper, bis vergangenen Dienstag zuständig für das Bollwerk, sagt: „Es ist schön, dass wir mit dem Projekt so viele Menschen erreichen konnten.“

Das NRW-Familienministerium hat das Projekt mit 145 000 Euro gefördert.

Das, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeitet haben, soll in den kommenden Wochen bis zum Projekt-Finale der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu wurde im Bollwerk das Stadtteiltauchen-Mobil gebaut, ein Fahrrad mit einem tollen Aufbau. Am 20. Juni wird das Mobil im Jugendzentrum Henri vorgestellt, dann wandert es durch die Stadt.

Wer möchte, kann sich am Mobil multimedial über die Filme und Fotos informieren, die die Stadtteiltaucher in den vergangenen zwei Jahren gemacht haben – und vielleicht neue und interessante Perspektiven für die eigene Umgebung gewinnen. Auch das Hörspiel „Der Flammenyeti von Kapellen“ ist am Mobil abrufbar.