Politik spricht über Flüchtlinge

Neukirchen-Vluyn..  Zum Stichtag 1. Mai lebten insgesamt 154 Flüchtlinge in Neukirchen-Vluyn. Das geht aus den Unterlagen zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses hervor. Am Mittwoch, 27. Mai, wird ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses über die aktuelle Flüchtlingssituation diskutiert. Dabei geht es um die generelle Unterbringung der Menschen, es geht um die Frage der Mindeststandards, die öffentliche Unterkünfte aufweisen sollten, und es geht um das Betreuungskonzept. Die SPD-Fraktion hatte entsprechende Anträge zum Thema eingebracht.

Kritik

Ordnungsdezernent Jörg Geulmann hatte jüngst darauf hingewiesen, dass die Stadt bemüht sei, die persönliche Fläche von durchschnittlich 6 qm pro Person einzuhalten. Irritationen hatte es zuletzt um die Größe der Zimmer im CJD-Heim gegeben, das die Stadt jetzt für diesen Zweck anmietet. Hier schien es, als würden pro Person deutlich weniger als die besagten 6 qm zur Verfügung stehen. Neben dem aktuellen Vorstoß der SPD hatte Pirat Jochen Lobnig seinen Unmut über die Bedingungen geäußert.

Dezernent Geulmann hatte die Quadratmeterzahlen im CJD-Gebäude kürzlich noch einmal nach oben korrigiert und bedeutet, dass es auch Räume gebe, die größer als die bis dato benannten 16 qm seien, wodurch sich die Berechnungsgrundlage ändert.

Der Runde Tisch Flüchtlinge soll nach Verwaltungsangaben erstmalig einberufen werden, wenn die Unterkünfte „Dörpfeldschule“ und „CJD-Gebäude“ hergerichtet sind und zur Verfügung stehen. Die Fertigstellung war für den Juni in Aussicht gestellt worden.

Das erste Zusammentreffen des Runden Tisches werde demnach nach den Sommerferien stattfinden, teilt die Stadt mit. Die Verwaltung und der für die Betreuung zuständige Treff 55 arbeiten weiter an der Umsetzung des Konzeptes zur Unterbringung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge, heißt es.